Tagebuch

Sicher? Jüdische Lebensrealitäten in Deutschland vor und nach dem 7. Oktober 2023
Donnerstag, 26. März 2026, 18.30 Uhr. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg. Laura Cazés, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., im Gespräch mit Olaf Kistenmacher
Im Rahmen des Schwerpunktthemas 2026 »K.B.W.: Warburg 1926–2026. Der Mythos und seine politischen Formen« laden die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und das Warburg-Haus am Donnerstag, 26.3.2026, um 18.30 Uhr, gemeinsam sehr herzlich ein zu einem Podiumsgespräch im Lesesaal:
Sicher? Jüdische Lebensrealitäten in Deutschland vor und nach dem 7. Oktober 2023
mit
Laura Cazés, Autorin, Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V., Frankfurt a.M.
Olaf Kistenmacher, Historiker und Journalist, Hamburg
Der Abend ist eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg: Antisemitismus im 21. Jahrhundert – Was kann man dagegen tun?
Antisemitismus ist ein gravierendes Problem in der Gegenwart. Das war in der jüngsten Vergangenheit nicht zu übersehen. Schon vor dem Anschlag in Halle 2019 sind Jüdinnen und Juden auf der Straße attackiert worden, neue rechte Bewegungen und Parteien fordern ein Ende der »Erinnerungsdiktatur« und antisemitische Verschwörungstheorien finden immer mehr Verbreitung. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den aktuellen Erscheinungsformen der Judenfeindschaft in verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Milieus und stellt zugleich Initiativen und Handlungsmöglichkeiten vor, wie man sich gegen Antisemitismus im 21. Jahrhundert engagieren kann.
Der Vortrags- und Gesprächsabend thematisiert das aktuelle jüdische Leben in Deutschland. In der nichtjüdischen deutschen Mehrheitsgesellschaft kursieren viele Vorstellungen und Vorurteile über Jüdinnen und Juden. Jüdisch zu sein wird oft mit der Religion in eins gesetzt, mit Israel und mit der Shoah verknüpft. Solche Vorstellungsweisen spiegeln die Lebensrealität von Jüdinnen und Juden nicht wider. In dem von ihr herausgegebenen Sammelband Sicher sind wir nicht geblieben versammelt Laura Cazés jüdische Perspektiven auf das Leben in Deutschland. Wir sprechen mit ihr über Jüdinnen und Juden, Israelis und Nichtisraelis, über Migration, über Antisemitismus und Rassismus, über jüdische Selbstbestimmung – und darüber, was sich nach dem Anschlag in Halle am Jom Kippur 2018 und nach dem 7. Oktober 2023 verändert hat.
Laura Cazés ist Journalistin, Psychologin und Sozialmanagerin. Bei der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland leitet sie den Bereich Kommunikation und Digitalisierung. 2022 gab sie den Sammelband Sicher sind wir nicht geblieben. Jüdischsein in Deutschland heraus.
Moderation: Olaf Kistenmacher
Hinweis: Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich!
Bitte melden Sie sich mit Ihrem vollständigen Namen per E-Mail an: abut.can@bsb.hamburg.de
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Warburg-Haus, der Jüdischen Gemeinde Hamburg, Hamburg Vernetzt gegen Rechts – Koordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Hamburg e.V.
Als Veranstaltende behalten wir uns bei allen Veranstaltungen vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische, völkische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.
Der »Mythos« und seine politischen Formen II / K.B.W.: Warburg-Haus 1926–2026