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Events

Lecture

13/4/2026
Mon
7.00 PM
Aby Warburg. Der Mann hinter dem Mythos

Hans Christian Hönes, University of Aberdeen

 
Organizer

Verlag Klaus Wagenbach und Warburg-Haus

In seiner akribisch recherchierten, elegant geschriebenen neuen Biografie zeigt Hans Christian Hönes Aby Warburg mit all seinen persönlichen und intellektuellen Verstrickungen und widerstreitenden Identitäten: die Geschichte eines der einflussreichsten Kunst- und Kulturhistorikers des 20. Jahrhunderts.

Im Alter von 13 Jahren verzichtete Aby auf seine Rolle als Erbe des Warburg-Bankhauses unter der Bedingung, dass sein jüngerer Bruder ihm zeitlebens alle Bücher kauft, die er haben möchte. Wider Erwarten sollte dieser jüdische Außenseiter, feingeistig und körperlich fragil, zu widerspenstig, um die akademische Disziplin zu akzeptieren, den Grundstein für die moderne Kunstgeschichte legen. Mit zahlreichen Abbildungen, Auszügen aus den Notizbüchern und Arbeitsentwürfen, folgt Hönes dem Lebensweg von frühen studentischen Arbeiten, die bereits Ansätze kompromissloser Originalität im Denken zeigen, über die erste Florentiner Zeit, die Reisen in Amerika, die Ehe mit der Künstlerin Mary Hertz, sein fortgesetztes Interesse an der Renaissance, den Aufenthalt im Kreuzlinger Sanatorium Binswanger bis hin zur Arbeit am Vortrag »Schlangenritual« mit Fritz Saxl und am Bilderatlas »Mnemosyne« mit Gertrud Bing.

Hans Christian Hönes, geboren 1986, hat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München promoviert, am Warburg Institute London geforscht und lehrt seit 2020 Kunstgeschichte an der Universität von Aberdeen. Er arbeitet zu Kunstgeschichtsschreibung und Kunsttheorie seit dem 18. Jahrhundert und hat u.a. ein Buch über Heinrich Wölfflin veröffentlicht.

Wir bitten um Anmeldung per e-Mail an: presse@wagenbach.de

Contact

Annette Wassermann
Verlag Klaus Wagenbach GmbH
Emser Straße 40/41
10719 Berlin
Tel: 030 / 23 51 51 41

1926–2026. Der »Mythos« und seine politischen Formen / Verlag Klaus Wagenbach / Warburg-Haus

Podiumsdiskussion

21/4/2026
Tue
7.00 PM
Aus der Luft und vom Boden: Persönliche Archive und die Materialität der Erinnerung im Ersten Weltkrieg

Vorträge und Podiumsdiskussion mit Warren Breckman und Michael Thimann, im Gespräch mit Ulrich Raulff

 
Organizer

Hamburg Institute for Advanced Study e.V. (HIAS)
in Kooperation mit dem Warburg-Haus

Wie wird Erinnerung geformt, mit Hilfe welcher Medien und von welchen Akteuren? Für Aby Warburg lässt sich diese Frage gut beantworten: In den ersten Kriegstagen des Ersten Weltkrieges beginnt er ein neues Tagebuch, in das er politische Ereignisse und persönlich Erlebtes niederschreibt. Als Historiker seiner eigenen Zeit begreift er das unerhört Neue der Vorgänge, das er nicht nur mit Worten, sondern auch mithilfe von Bildern und Zeitungsausschnitten in einem „Kriegs-Zibaldone“ dokumentiert.

Die Beziehung von persönlichem Erleben zur Materialität der Erinnerung auszuloten, ist ein lohnendes Feld für die historische Bildwissenschaft und die Ideengeschichte. Hierzu soll der in Deutschland eher im Schatten der Erinnerung stehende Erste Weltkrieg auf das Verhältnis von visueller Kultur, micro histoire und Erinnerungskultur befragt werden. Welche Geschichte wird erzählt, mit Hilfe welcher Medien?

Als Nachkommen ehemaliger Kontrahenten kommen Ideenhistoriker Warren Breckman und Kunsthistoriker Michael Thimann mit dem Historiker und Autor Ulrich Raulff ins Gespräch, u.a. über die Erinnerungsstücke ihrer Großväter: die Kriegstagebücher des kanadischen Kavalleristen und das Fotoalbum des deutschen Fliegers. Aus verschiedenen Perspektiven, zu Land und aus der Luft, aus einem kanadisch geprägten Selbstverständnis und aus einem des Kaiserreichs, werden die Fragen nach persönlich geprägter Erinnerungskultur, der Aktualität / Aktualisierung von Erinnerung und der Verantwortung der Geschichtswissenschaften diskutiert. Dabei kommen den privaten Tagebucheinträgen, in denen weltgeschichtliche und kriegstechnische Umbrüche dokumentiert sind, sowie den Fotografien, die die private Seite des Krieges und die technische Innovation der Luftbeobachtung zeigen, ein zentraler Stellenwert als Träger von Erinnerung zu.

Um Anmeldung wird gebeten unter:

Contact

Hamburg Institute for Advanced Study e.V. (HIAS)
Rothenbaumchaussee 45
20148 Hamburg

1926–2026. Der »Mythos« und seine politischen Formen / Hamburg Institute for Advanced Study e.V. (HIAS) / Warburg-Haus

Buchpräsentation

4/5/2026
Mon
7.00 PM
Zeit der Magier

Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft

 
Organizer

Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg e.V.

Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, präsentiert sein Buch Zeit der Magier über die Schriftstellerbrüder Heinrich und Thomas Mann und ihren Aufstieg zu glühenden Verteidigern der Demokratie.

Contact

Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg e.V.
Oliver Fischer
Telefon: 040 / 37 50 37 27

Lecture

6/5/2026
Wed
7.00 PM
Trecento Seascape: Navigating the Tractive Sphere

Robert Brennan, The Courtauld Institute of Art, London

 
Organizer

Wolf-Dietrich Löhr und Gerd Micheluzzi
DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft«
Universität Hamburg, in Kooperation mit dem Warburg-Haus

Öffentlicher Eröffnungsvortrag zum Workshop »Zugkräfte«. Potenziale der Kunst im Trecento (6.–8. Mai 2026)

The sphericity of the earth was well-known in medieval science, but its implications for the experience and visualization of the world in this period have only recently begun to draw scholarly attention. Focusing on late medieval Italian seascapes, in which the rotundity of the earth is apparent, this paper addresses the relationship between the harnessing of natural forces in the arts of navigation and the representation of such forces in the art of painting.

Robert Brennan is Lecturer in Italian Art, c. 1300–1500, at the Courtauld Institute of Art in London. He previously taught at the University of Queensland, and held fellowships at the Kunsthistorisches Institut in Florenz (Max-Planck-Institut) and the Power Institute at the University of Sydney. His first book, Painting as a Modern Art in Early Renaissance Italy, was published by Harvey Miller in 2019.

Contact

DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft«
Gorch-Fock-Wall 3, 1. Stock (links)
20354 Hamburg

1926–2026. Der »Mythos« und seine politischen Formen / DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Imaginarien der Kraft“ / Universität Hamburg

Congress

26/5/2026
Tue
 
AI, Sustainability, and Corporate Accountability Symposium 2026

2nd Corporate Sustainability Due Diligence Symposium

 
Organizer

Prof. Dr. Roee Sarel, Dr. Hadar Yoana Jabotinsky, Malte Deutschmann, Lucie Kleinert
Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft
Institut für Recht und Ökonomik

The Institute of Law and Economics in collaboration with The Hadar Jabotinsky Center is pleased to announce a one-day symposium on AI, Sustainability, and Corporate Accountability. Following the success of our 2025 Corporate Sustainability Due Diligence Symposium, this second edition will explore the critical intersection between artificial intelligence governance and corporate sustainability obligations.

The European Union’s twin transformation agenda has produced landmark regulatory frameworks including the AI Act (Reg. (EU) 2024/1689) and the Corporate Sustainability Due Diligence Directive (“CS3D”; Dir. (EU) 2024/1760), imposing simultaneous compliance requirements on organizations. These concurrent obligations create critical operational challenges: harmonizing risk assessment methodologies, managing potentially conflicting disclosure requirements, and integrating due diligence processes across digital and sustainability domains.

This symposium addresses urgent questions as the EU intensively reconsiders its position on both AI liability and the scope of the CS3D, providing a unique opportunity to share knowledge accumulated in academic research and to propose innovative regulatory approaches. We invite submissions that shed light on the intersection of AI governance and sustainability frameworks, including but not limited to:

  • Compliance integration challenges: How organizations can harmonize AI risk assessment with sustainability due diligence
  • Regulatory tensions: Identifying and resolving conflicts between the AI Act and CS3D (or CSRD) requirements
  • Due diligence methodologies: Best practices for integrated digital and environmental risk assessment
  • Disclosure frameworks: Managing overlapping reporting obligations across AI and sustainability domains
  • Supply chain governance: AI applications in sustainability monitoring and their regulatory implications
  • Liability and accountability mechanisms: Corporate responsibility in AI-enabled sustainability initiatives

The symposium is open to any methodology (e.g. doctrinal work, empirical analysis, or experiments) and welcomes interdisciplinary work, as well as more traditional perspectives. We encourage submissions from academic researchers, practitioners, regulatory authorities, and corporate compliance officers. The goal of the symposium is to bring together scholars, practitioners, and interested parties to explore the implications of managing dual compliance requirements under the EU’s digital and sustainability transformation agenda.

Call for Papers als PDF

Contact

Malte Deutschmann
Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft
Institut für Recht und Ökonomik
20354 Hamburg

Fakultät für Rechtswissenschaft / Universität Hamburg

Künstlergespräch und Podiumsdiskussion

27/5/2026
Wed
7.00 PM
Voicing the Void: On Gertrud Bing

Marysia Lewandowska, London, erste Stipendiatin der Gertrud Bing Research Residency - Hamburg, London, Florenz

 
Organizer

Warburg-Haus und Stadtkuratorin Hamburg in Kooperation mit dem Kunsthaus Hamburg, Villa Romana e.V. und Warburg Institute, London

Artist’s Presentation

Marysia Lewandowksa, London: Voicing the Void: On Gertrud Bing
präsentiert von Stadtkuratorin Hamburg mit dem Warburg-Haus, Kunsthaus Hamburg, Villa Romana Florenz und Warburg Institute London

Im Rahmen des Jahresprogramms »K.B.W.: Warburg 1926–2026. Der Mythos und seine politischen Formen« laden das Warburg-Haus und die Stadtkuratorin Hamburg gemeinsam mit dem Kunsthaus Hamburg, dem Villa Romana e.V. und dem Warburg Institute, London, sehr herzlich ein zur Präsentation von Marysia Lewandowska, erste Stipendiatin der Gertrud Bing Residency.

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des 1926 eröffneten Bibliotheksgebäudes der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg (KBW) wird die Künstlerin ihre Arbeit im Rahmen des Gertrud Bing Research Residency vorstellen. Das Residenzstipendium wird an Künstler:innen vergeben, die im Rahmen des Programms drei Monate in jeweils drei Städten, Hamburg, Florenz und London, Forschungszeit verbringen.

Die künstlerische Praxis der in Polen geborenen und in London lebenden Künstlerin Marysia Lewandowska hat sich über die Jahre auf die Erforschung der öffentlichen Funktionen von Archiven, Museen und Ausstellungen gerichtet, wobei sie besonderes Augenmerk auf die fehlenden Stimmen von Frauen legt.

Im Rahmen ihrer Residency in Hamburg, London und Florenz erarbeitet die Künstlerin einen Film über die deutsch-jüdische Philosophin und Kunsthistorikerin Gertrud Bing (1892–1964). Bing war eine der Schlüsselfiguren der KBW sowohl während ihrer Gründungsjahre in Hamburg als auch nach dem Exil der Bibliothek in London ab 1933. Sie war ehemalige Direktorin des Warburg Institute und Professorin für die Geschichte der Antike an der University of London. Ihr Engagement für ein multidisziplinäres intellektuelles Leben inspiriert auch heute noch zeitgenössische feministische Denker*innen. Ihr ist die Research Residency gewidmet, die mit Forschung, Engagement für die Historie und intellektueller Freiheit im Mittelpunkt eine einzigartige Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und experimenteller künstlerischer Praxis schaffen soll.

Contact

1926–2026. Der »Mythos« und seine politischen Formen / Kunsthaus Hamburg / Stadtkuratorin Hamburg / Warburg-Haus

Congress

4/6/2026 TILL 6/6/2026
Jenseits der Stärke: Imaginarien schwacher Kräfte in Kunst, Literatur und Wissenschaft

Internationale Tagung der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft« (Universität Hamburg), organisiert von Caroline Adler, Franca Buss und Gerd Micheluzzi

 
Organizer

Caroline Adler, Franca Buss und Gerd Micheluzzi
DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft«
Universität Hamburg, in Kooperation mit dem Warburg-Haus

Mit Schwäche verbindet sich heute oft ein pathologisch-degenerativer Befund: ein Zustand der Erschöpfung, Vulnerabilität oder des Versiegens schöpferischer Kräfte. Zugleich regt der Begriff dazu an, über Kräfte jenseits von Dominanz und Kontrolle nachzudenken: über das Kleine, Potenzielle oder (Wieder-)Aufkeimende. Schwäche ist somit nicht nur als Gegenteil von Stärke zu verstehen. Sie konstituiert auch eigene Formen der Wirkmächtigkeit.

Die internationale Tagung nimmt diesen Befund zum Ausgangspunkt, um Verschränkungen und produktive Ambivalenzen schwacher Kräfte und ihre ästhetischen Artikulationen aus verschiedenen historischen, disziplinären und kulturellen Perspektiven in den Blick zu nehmen.

Die Tagung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Updates zum Programm finden Sie ab Mitte Mai auf:

Contact

DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Imaginarien der Kraft«
Gorch-Fock-Wall 3, 1. Stock (links)
20354 Hamburg

1926–2026. Der »Mythos« und seine politischen Formen / DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Imaginarien der Kraft“ / Universität Hamburg