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Veranstaltungen

Tagung

14.6.2015
So
 
Nähe auf Distanz

Eigendynamik und mobilisierende Kraft politischer Bilder im Internet

 
Veranstalter

Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar

GÄSTE:

Suha Arraf, Filmemacherin, Haifa, ISR
Kaya Behkalam, The American University in Cairo, EGY
Monique Bellan, Orient-Institut Beirut, LIB
Dirk Engling, Chaos Computer Club, Berlin
Jule Hillgärtner, Kunstverein Braunschweig
Jens Maier-Rothe, Beirut, Kairo, EGY
Verena Straub, Humboldt Universität zu Berlin

SCREENING:
Rabih Mroué: Pixelated Revolution, 2012

KONZEPTION UND ORGANISATION:
Isabelle Busch und Judith Waldmann

SCHIRMHERRSCHAFT:
Dr. Uwe Fleckner

FÖRDERER
Das Symposium und der Tagungsband werden gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die Liebelt Stiftung Hamburg, das Institut für Auslandsbeziehungen und den Verein der Freunde und Förderer des Kunstgeschichtlichen Seminars e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Warburg-Stiftung und der Universität Hamburg.

Programm

Kunst im Konflikt

Vortrag

6.11.2015
Fr
19.30 UHR
anlässlich des 86. Todestages von Aby Warburg

Uwe M. Schneede: Max Beckmann und Franz Marc 1914–1916 Künstler im Konflikt

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

 

Kunst im Konflikt

Vortrag

8.12.2015
Di
19.30 UHR
Grenzen überschreitend: Die Formosa-Wandbehänge aus Leder zwischen Ost und West

Shai-Shu Tzeng, Taipeh

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

In ihrem aktuellen Forschungsprojekt untersucht Shai-Shu Tzeng Stadt-Darstellungen Formosas im 17. Jahrhundert (heutiges Taiwan), die als Wandbehänge auf Leder gemalt wurden. Das Projekt knüpft an frühere Forschungen Tzengs zur Darstellung von Städten in der Landschaftsmalerei an und ist als enge Zusammenarbeit mit Museen in den USA, Europa und Asien angelegt.

Nach der Promotion 1993 an der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrte Shai-Shu Tzeng am Department of Fine Art, National Taiwan Normal University (NTNU) in Taipeh. Von 2000 bis 2005 leitete sie das universitätsübergreifende, von der National Science Council of Taiwan geförderte Projekt „Western Art History Studies“. 2005 und 2006 war sie Direktorin des Centre Culturel de Taiwan in Paris. 2007 gründete sie das Graduate Institute of Art History of NTNU und leitete das Institut bis zum Sommer 2014.

Kontakt

Eva Landmann
Warburg-Haus
Tel.: (040) 42838 - 6148

Aby-Warburg-Stiftung / Kunst im Konflikt / Stiftungsprofessur

Tagung

25.4.2016BIS26.4.2016
Das verirrte Kunstwerk. Funktion und Rezeption vom Wege abgekommener „Bilderfahrzeuge“

Jahreskonferenz des Forschungsverbundes „Bilderfahrzeuge – Warburg’s legacy and the future of iconology"

 
Veranstalter

Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar

Organisiert von Uwe Fleckner, Elena Tolstichin und Isabella Woldt

 

Kunst im Konflikt

Vortrag

3.5.2016
Di
19.00 UHR
anlässlich des 90. Jahrestages der Eröffnung der K.B.W.

Giacomo Calandra di Roccolino, Thomas Gilbhard, Michael Thimann

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Giacomo Calandra di Roccolino
Aby Warburg als Architekt. Zum Gebäude der K.B.W.

Thomas Gilbhard, Michael Thimann
Denkraum und Laboratorium. Zur K.B.W. und ihrer Rekonstruktion

Aby-Warburg-Stiftung / Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg

Seminar

26.5.2016
Do
10.00 UHR
Bilder – Flu(ch)t. Von flüchtigen Bildern und ihrer medialen Manifestation

4. Sitzung des Seminars zum Thema Aby Warburg, Pathosformeln und Bilderfahrzeuge

nicht öffentlich
Veranstalter

TUHH Humanities Arbeitsgruppe

Bilder – Flu(ch)t. Von flüchtigen Bildern und ihrer medialen Manifestation

Seminar der TUHH Humanities Arbeitsgruppe von Jacobus Bracker und Ann-Kathrin Hubrich

Das Thema „Flucht“ dominiert die aktuelle Medienberichterstattung. Dabei ist das Phänomen – wenn auch momentan äußerst prekär – kein neues, sondern vielmehr fester Bestandteil der Menschheitsgeschichte: Aeneas floh mit seinem Vater Anchises auf den Schultern und seinem Sohn Askanios an der Hand aus dem brennenden Troja, die Israeliten vor der Unterdrückung in Ägypten, die Heilige Familie floh, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen. Die Gründe für eine Flucht sind vielfältig: Auflehnung gegen ein normatives oder politisches System, Umstände wie Krieg, Gewalt, Vertreibung und Hunger, die das Herkunftsland zu einem unsicheren Standort werden lassen. Im Rahmen von Fluchtbewegungen entstand und entsteht zu allen Zeiten eine Fülle, eine schier unüberschaubare Masse an Bildern. Zu beginnen, diese Bildproduktion anhand kulturwissenschaftlicher Methoden und Fragestellungen einzubetten, zu kontextualisieren, ist Ziel des Seminars.

Dabei sollen verschiedene Ebenen beleuchtet werden: Grundlegend geht es um Übertragungsprozesse, um Übernahmen ikonographischer Motive, um das, was Warburg mit dem Begriff der „Pathosformel“ bezeichnet hat. Dabei kann ein breites Spektrum bildlicher Erzeugnisse, von historischer bis zu zeitgenössischer Bildproduktion unter die Lupe kunstwissenschaftlicher Betrachtung genommen werden, womit ein zweites Ziel des Seminars – die Vermittlung von und die Einführung in kulturwissenschaftliche Analysemethoden – formuliert ist.

Neben der Motiv-Wanderung von Bild zu Bild, sollen diese selbst als „wandernde Bilder“ betrachtet werden. Dabei geht es sowohl um materielle als auch immaterielle Bilder, um Kulturtransfer, der regelmäßig in den Bildern selbst thematisiert wird, sowie das reziproke Verhältnis von Bildgenese und bildlicher Negation. Im Rahmen dieses Themenkreises wird der Ikonoklasmus als Zerstörung oder Einwirkung (auf) vorhandene(r) Bilder eine zentrale Rolle spielen.

Lernziele: Einführung in grundlegende kulturwissenschaftliche Analysemethoden (Ikonographie/ Ikonologie, Politische Ikonographie, Bildwissenschaften etc.), Verknüpfung aktueller gesellschaftlicher Themen mit geisteswissenschaftlichen Fragestellungen, Stärkung der Bildkompetenz

 

Kontakt

Jacobus Bracker, M.A.
Universität Hamburg
Archäologisches Institut
Edmund-Siemers-Allee 1 (Westflügel)
20146 Hamburg

T +49 40 42838 7237

Archäologisches Institut

Vortrag

31.5.2016
Di
19.00 UHR
Politische Ikonografie und Ökologie der Mega-Stadt-Landschaft

Peter Krieger, Universidad Nacional Autónoma de México

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Peter Krieger, 1996 Promotion an der Universität Hamburg (Graduiertenkolleg Politische Ikonografie), seit 1998 Forschungsprofessur am Institut für Ästhetische Forschungen an der mexikanischen Nationaluniversität; 2004 bis 2012 Vizepräsident des internationalen Kunsthistorikerverbandes CIHA/UNESCO; 2007 bis 2014 Mitarbeit am Forschungsprojekt Transcultural and Transhistoric Efficiencies of the Baroque Paradigm, University of Western Ontario; 2010 bis 2014 im Beirat des Stadtentwicklungsministeriums von Mexiko-Stadt. Forschungen und Publikationen zu den Themen: Bild und Geschichte von Stadt und Landschaft im 20. und 21. Jahrhundert; Ästhetik und Ökologie der Megastädte; Politische Ikonografie von Stadt und Architektur. 2016 hat Peter Krieger die Aby-Warburg-Stiftungsprofessur inne.

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

Aby-Warburg-Stiftung / Stiftungsprofessur

Workshop

9.6.2016BIS10.6.2016
Wilde Bestien. Bilder tierischer Aggression, Gewalt und Brutalität
 
Veranstalter

Kunstgeschichtliches Seminar
Forschungsstelle Naturbilder/Images of Nature

Aktuelles Forum Kunstgeschichte Hamburg

Die erste Veranstaltung des Aktuellen Forums Kunstgeschichte Hamburg widmet sich dem künstlerischen Umgang mit tierischer Gewalt. Welche Bilder vom Menschen, vom Tier und von der Natur werden in der Kunst der Vergangenheit und der Gegenwart entworfen? Die Veranstaltung fragt nach den Ursprüngen, Modellen und Funktionen der Faszination für die unterschiedlichen Arten von Aggression, Gewalt und Brutalität, die das menschliche Auge im Verhalten von Tieren zu erkennen glaubt.

Kontakt

Maurice Saß
Universität Hamburg
Kunstgeschichtliches Seminar
Forschungsstelle Naturbilder/Images of Nature
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
Telefon +49 40 42838-8134

Forschungsstelle Naturbilder / Forschungsstelle Naturbilder

Tag der offenen Tür

13.6.2016
Mo
11.00 UHR
zum 150. Geburtstag von Aby Warburg
 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

»JUDE VON GEBURT, HAMBURGER IM HERZEN, IM GEISTE FLORENTINER«, FORMULIERTE ABY WARBURG (13.6.1866 – 26.10.1929) ÜBER SICH SELBST. ALS EINER DER WEGBEREITER DER MODERNEN KULTURWISSENSCHAFTEN WIDMETE ER SEIN LEBENSWERK DEM EINFLUSS DER ANTIKE AUF DIE NEUZEIT. Von Räumen zum Denken, Bildern in Formeln und dem Prinzip der Guten Nachbarschaft der Bücher: Am Tag der offenen Tür möchten wir Sie einladen, sich über die Ideen Aby Warburgs und die Geschichte des 1926 als Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg eröffneten Hauses, seine Architektur und die heutige Nutzung zu informieren. Durch das Haus führen Studierende der Kunstgeschichte.

11.00 – 17.00 UHR, JEWEILS ZUR VOLLEN STUNDE FÜHRUNGEN MIT ANSCHLIESSENDEM KURZVORTRAG

11.00- 11.45 Führung durchs Haus, Elias Wagner, Treff Foyer EG
11.45- 12.00 Kurzvortrag: Warburg, Cassirer und die Freiheit der Wissenschaft, Birgit Recki, Lesesaal

12.00- 12.45 Führung durchs Haus, Katharina Hoins, Treff Foyer EG
12.45- 13.00 Kurzvortrag: Aby und Max. Über Hamburgs geistige Zahlungsfähigkeit, Karen Michels, Lesesaal

13.00- 13.45 Führung durchs Haus, Elias Wagner, Treff Foyer EG
13.45- 14.00 Kurzvortrag: Zur Aktualität Warburgschen Denkens, Peter Krieger, Lesesaal

14.00- 14.45 Führung durchs Haus, Katharina Hoins, Treff Foyer EG
14.45- 15.00 Kurzvortrag: Warburg, Cassirer und die Freiheit der Wissenschaft,  Birgit Recki, Lesesaal

15.00- 15.45 Führung durchs Haus, Elias Wagner, Treff Foyer EG
15.45- 16.00 Kurzvortrag: Aby und Max. Über Hamburgs geistige Zahlungsfähigkeit, Karen Michels, Lesesaal

16.00- 16.45 Führung durchs Haus, Studierende/Karen Michels, Treff Foyer EG
16.45- 17.00 Kurzvortrag: Zur Aktualität Warburgschen Denkens, Peter Krieger, Lesesaal

17.00- 17.45 Führung durchs Haus, Katharina Hoins, Treff Foyer EG
17.45- 18.00 Kurzvortrag: Warburg, Cassirer und die Freiheit der Wissenschaft, Birgit Recki, Lesesaal

Programm Tag der offenen Tür als pdf

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Vortrag

13.6.2016
Mo
19.00 UHR
Der Gelehrte und die Künstlerin. Aby Warburg und Mary Hertz

Ein Festvortrag von Michael Diers mit Gästen: Steffen Haug, Bärbel Hedinger, Andrea Völker und Jutta Braden

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Workshop

17.6.2016BIS17.6.2016
Ikonographie und Ikonologie heute

Ansätze, Methoden, Perspektiven

nicht öffentlich
Veranstalter

Elke Grittmann, Institut für Ästhetik und Kultur Digitaler Medien, Leuphana Universität Lüneburg
Katharina Hoins, Warburg-Haus/Universität Hamburg

Der 150. Geburtstag Aby M. Warburgs bietet 2016 Anlass, die durch Warburg, Panofsky und die Hamburger Schule geprägte Ikonographie und Ikonologie in ihrer Aktualität und Relevanz für die Forschung zu heutigen wie historischen öffentlichen Bildern zu befra­gen. Was kann sie heute leisten?  Welche Herausforderungen stellen sich aktuell für die Ikonographie/Ikonologie? Wie kann sie weiterentwickelt und modifiziert werden, um Bilder zu beschreiben und zu untersuchen – historisch und aktuell, in Kunst und Gesellschaft(en) und unter den Bedingungen globaler digitaler Bildtechnologien und Bildzirkulations- und -austauschprozesse?

Sprecher*innen:
Kerstin Brandes (Oldenburg), Michael Diers (Berlin/Hamburg), Ulrich Hägele (Tübingen), Urte Krass (München), Peter Krieger (Mexiko-Stadt/Hamburg), Burkhard Michel (Stuttgart), Marion G. Müller (Bremen), Silke Wenk (Oldenburg); Organisation: Elke Grittmann (Lüneburg) und Katharina Hoins (Hamburg)

Mit Unterstützung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung.

Programm Workshop Ikonographie und Ikonologie heute

Warburg außer Haus

19.6.2016
So
12.00 UHR
Dynamische Nymphen. Aby Warburg und Hamburg um 1900

Annika Sprünker und Katharina Hoins, Führung im Museum für Kunst und Gewerbe

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Museum für Kunst und Gewerbe

Anlässlich des Jahrestages zeigen Veranstaltungen
mit Partnerinstitutionen Warburgs Wirken in Hamburg.

Kosten: Museumseintritt (12 Euro, ermäßigt 8 Euro)
Anmeldung nicht erforderlich.

 

Programm der Kooperationsveranstaltungen

Ort

Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz 1
20099 Hamburg

150. Geburtstag Aby Warburgs

Warburg außer Haus

22.6.2016
Mi
14.00 UHR
„Ein Friedensdenkmal mitten im Krieg“. Aby Warburg und der Wandbildzyklus in der HFBK

Michael Diers, Führung in der Hochschule für bildende Künste Hamburg

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Hochschule für bildende Künste Hamburg

Anlässlich des Jahrestages zeigen Veranstaltungen
mit Partnerinstitutionen Warburgs Wirken in Hamburg.

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Programm der Kooperationsveranstaltungen als pdf

Ort

Hochschule für bildende Künste Hamburg
Lerchenfeld 2
22081 Hamburg

150. Geburtstag Aby Warburgs

Warburg außer Haus

23.6.2016
Do
18.00 UHR
„Pace-Macher für die akademische Idee“. Historischer Campus-Rundgang anlässlich Aby Warburgs 150. Geburtstag

Rainer Nicolaysen, Führung an der Universität Hamburg

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Universität Hamburg, Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Anlässlich des Jahrestages zeigen Veranstaltungen
mit Partnerinstitutionen Warburgs Wirken in Hamburg.

Teilnahme frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Programm der Kooperationsveranstaltungen als pdf

Ort

Universität Hamburg
Hauptgebäude
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg

150. Geburtstag Aby Warburgs

Vortrag

28.6.2016
Di
19.00 UHR
The Light Footstep of the Serving Girl (Knowledge of Images, Eccentric Knowledge)

Georges Didi-Huberman, Paris

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Warburg lebt!
Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag des Hamburger Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg
In Kooperation mit dem Warburg Institute, London, und dem Getty Research Institute, Los Angeles

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Workshop

29.6.2016BIS30.6.2016
The Warburg-Haus: Apparatus, Inscription, Data, Speculation
nicht öffentlich
Veranstalter

University of the Arts, London, Central Saint Martins
Projekt "Bilderfahrzeuge. Aby Warburg's Legacy and the Future of Iconology"

A Workshop organized by the University of the Arts, London, Central Saint Martins and the Projekt „Bilderfahrzeuge. Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“.

Programm des Workshops

150. Geburtstag Aby Warburgs / Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg

Warburg außer Haus

30.6.2016
Do
16.00 UHR
Pathosformel und Denkraum. Aby Warburg und die Hamburger Kunsthalle

Sandra Pisot und Katharina Hoins, Seminar in der Hamburger Kunsthalle

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Freunde der Kunsthalle e.V.

Anlässlich des Jahrestages zeigen Veranstaltungen
mit Partnerinstitutionen Warburgs Wirken in Hamburg.

Kostenbeitrag 18 Euro für Mitglieder der Freunde der Kunsthalle e.V., Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt).

Programm der Kooperationsveranstaltungen als pdf

Ort

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg

Kontakt
Anmeldung erforderlich:

Freunde der Kunsthalle e.V.

150. Geburtstag Aby Warburgs

Warburg außer Haus

3.7.2016
So
15.00 UHR
Ornament und Ritual. Aby Warburg und die Kultur der Hopi

Ulla Weichlein und Katharina Hoins, Führung im Museum für Völkerkunde Hamburg

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Museum für Völkerkunde Hamburg

Anlässlich des Jahrestages zeigen Veranstaltungen
mit Partnerinstitutionen Warburgs Wirken in Hamburg.

Kosten: 4 € zzgl. Museumseintritt (8,50 €, 4,50 € ermäßigt)

Programm der Kooperationsveranstaltungen als pdf

Ort

Museum für Völkerkunde Hamburg
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg

150. Geburtstag Aby Warburgs

Warburg außer Haus

5.7.2016
Di
16.00 UHR
„Lebensgroß gemimte Heimatkunde“ – Aby Warburg über die Wandbilder Hugo Vogels im Großen Festsaal des Rathauses

Karen Michels, Führung im Hamburger Rathaus

 
Veranstalter

Warburg-Haus

Eintritt frei. Um Anmeldung unter dem unten stehenden Kontakt wird gebeten.

Programm der Kooperationsveranstaltungen als pdf

Ort

Hamburger Rathaus
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg

Kontakt
Anmeldung erforderlich:

Katharina Hoins
Tel.: +49 40 42838-6147

150. Geburtstag Aby Warburgs

Vortrag

12.7.2016
Di
19.00 UHR
Nachleben. Herkünfte und Kontexte eines Begriffs

Ulrich Raulff, Marbach

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Warburg lebt!
Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag des Hamburger Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg
In Kooperation mit dem Warburg Institute, London, und dem Getty Research Institute, Los Angeles

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

Programm Vortragsreihe „Warburg lebt!"

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Tagung

15.9.2016BIS17.9.2016
Visuelle Assoziation

Interdisziplinäre Tagung zur visuellen Bildung

 
Veranstalter

Prof. Dr. Andrea Sabisch, Universität Hamburg
Fakultät für Erziehungswissenschaft, FB 4, Ästhetische Bildung

Die von Maneul Zahn und Andrea Sabisch konzipierte Tagung reflektiert das Phänomen der „Visuellen Assoziation“ im Kontext visueller Bildung. Im Unterschied zu sprachbasierten Assoziationen kann man visuelle Assoziationen als formale, semantische, gestische oder performative Verknüpfungen verstehen, die sich im Hinblick auf Aspekte wie Lage, Richtung, Häufigkeit, Ähnlichkeit, Kontrastierung, Rhythmus und Wiederholung untersuchen und differenzieren lassen. Diese Dimensionen spielen nicht nur in visuellen Artikulationen des Sehens, Zeigens und Darstellens eine relevante Rolle, sie markieren zudem auch einen Übergang zum Virtuellen. Indem Sie verlängern, ausdehnen, unterbrechen, verknüpfen, streuen, schichten und takten, eröffnen sie nicht nur visuelle Räume, Durch- und Übergänge, sondern zugleich imaginäre, mentale Welten. Dabei richten sie sowohl Bildproduzenten als auch -rezipienten gleichermaßen in ihrem bildbezogenen Wahrnehmen, Denken und Handeln aus. Insofern kommt ihnen in Bildungsprozessen eine ähnlich elementare Funktion zu, wie sie der Metapher in sprachbasierten Bildungstheorien zugewiesen wird.

Kosten: Die Tagungsgebühren für die gesamte Tagung betragen 50,00 €, für Student*innen und Doktorand*innen 25,00 €.
Anmeldung bis zum 31.07.2016 an die unten stehende Kontaktadresse. Hier erfahren Sie auch die Kontodaten. Die Anmeldung wird erst mit der Überweisung gültig. Nur noch wenige Plätze zu vergeben.

Kontakt

Tagung

6.10.2016BIS8.10.2016
Ernst Cassirer: Einflüsse, Rezeptionen, Wirkungen
 
Veranstalter

Internationale Ernst-Cassirer-Gesellschaft e.V.

Kontakt

Prof. Dr. Birgit Recki
Universität Hamburg
Philosophisches Seminar
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-2683

Philosophisches Seminar

Workshop

14.10.2016BIS15.10.2016
Tragedy NOW!

Die Tragödie als politisches Modell

 
Veranstalter

Martin Jörg Schäfer und Cornelia Zumbusch, Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Fachbereich Sprache, Literatur, Medien I
Institut für Germanistik

Die Tragödie hat derzeit Konjunktur – einerseits durch Auseinandersetzungen in Theater, Tanz und Performance, die das ›Modell Tragödie‹ mit Blick auf seine politisch-ästhetischen Voraussetzungen und nicht zuletzt auf sein koloniales Erbe analysieren, andererseits durch eine Theoriedebatte, die eine Geltungskraft der Tragödie als Muster des Leidens, der Überschreitung oder der Distanzierung oder des Konflikts behauptet. Was in beiden Fällen auf dem Spiel steht, ist die Frage nach dem Theater als einem politischen Ort: als Ort der Zusammenführung eines Gemeinwesens und eines Aushandelns von Konflikten, aber auch als Ort, an dem sich die Machart dieser Bindung ausstellen, auflösen und eventuell ›ausbessern‹ lässt. Der Workshop befasst sich mit Dynamiken von Verbindung und Auflösung politischer Gemeinschaften in Tragödien, ihrer Aufführungspraxis und ihren Theoretisierungen.

Der Workshop steht im Zusammenhang mit der Spielzeiteröffnung 2016/17 auf Kampnagel unter dem Motto »Tragedy NOW!« (http://www.kampnagel.de/tragedy-now/).

Programm Tagung "Tragedy NOW!"

Kontakt

Prof. Dr. Cornelia Zumbusch
Universität Hamburg
Fachbereich Sprache, Literatur, Medien I
Institut für Germanistik
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-3595

Institut für Germanistik / Kunst im Konflikt

Vortrag

18.10.2016
Di
19.00 UHR
Programmänderung: Manet, Manebit! Aby Warburgs „Manet und die italienische Antike“ als psycho-intellektuelles Selbstporträt

Uwe Fleckner, Hamburg

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Der ursprünglich vorgesehene Vortrag „Method, Madness, and Montage. Aby Warburg to John Nash“ von W. J. T. Mitchell, Chicago, kann zu diesem Zeitpunkt leider nicht stattfinden.

 

Warburg lebt!
Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag des Hamburger Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg
In Kooperation mit dem Warburg Institute, London, und dem Getty Research Institute, Los Angeles

Der Vortrag von Uwe Fleckner wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Vortrag

6.11.2016
So
17.00 UHR
TRÄUMEN UND HANDELN – MYSTIK IN DEN RELIGIONEN

2. Hamburger Luther-Lesefestival: die „Martinstage“ – 6. bis 13. November 2016

 
Veranstalter

Nordkirche, in Kooperation mit der Akademie der Weltreligionen

An irgendetwas »da oben« glaubt fast jeder. Für den Einstieg in die Spiritualität hat sich ein schier unübersichtliches Angebot an Meditations- oder Achtsamkeits-Workshops entwickelt. Dabei haben auch und gerade die traditionellen Religionen hier Interessantes zu bieten. Da sind christliche Mystiker wie Meister Eckhart, Johannes vom Kreuz oder Teresa von Avila. Da gibt es die muslimischen Sufis, die in Poesie, Musik und Tanz die Annäherung an das Göttliche versuchen. Und last not least gibt es auch den mystischen Luther zu entdecken.

Mit dem Autor Volker Leppin, Handan Aksünger und Hamida Behr von der Akademie der Weltreligionen. Tolga Arik macht Musik, der Schauspieler Julius Feldmeier liest mystische Texte. Es moderiert Anne Françoise Weber von Deutschlandradio Kultur.

KARTEN:

Die Eintrittskarten für die »Martinstage 2016« kosten für alle Veranstaltungen (außer KÄTHCHENS KANTINE!) jeweils 10 Euro. Sie erhalten Ihre Tickets bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und vor allem hier: NDR TICKETSHOP IM LEVANTEHAUS HAMBURG, Telefon: 040/44 19 21 92, E-Mail: ticketshop@ndr.de, www.ndrticketshop.de (Online-Bestellung).

Kontakt

Prof. Dr. Wolfram Weisse
Professor der Universität Hamburg und
Direktor der Akademie der Weltreligionen (AWR)
tel (Sekretariat): +49 (0)40 42838 7091 (-2120)
tel: +49 (0)40 42838 2131
fax: +49 (0)40 42838 3441

Vortrag

7.11.2016
Mo
19.00 UHR
WIE VIEL RELIGION VERTRÄGT DIE GESELLSCHAFT?

2. Hamburger Luther-Lesefestival: die „Martinstage“ – 6. bis 13. November 2016

 
Veranstalter

Nordkirche, in Kooperation mit der Evangelischen Akademie

Während im westlichen Europa Religion und Glaube zusehends in den Bereich des Privaten zurückgedrängt werden, erleben wir in anderen Regionen der Welt wie Russland, der Türkei und selbst in Israel eine Renaissance der Religion im öffentlichen Raum.

Die Reformation hat einerseits eine Trennung der Aufgaben von Staat und Kirche hervorgebracht, andererseits hat die Kirche jedoch auch lange Zeit eine allzu staatstragende Rolle eingenommen.

Heutzutage ist das Christentum nur eine Option unter vielen auf dem Marktplatz der Weltanschauungen und Religionen. Vor diesem Hintergrund halten manche die in Deutschland gewachsene Kooperation zwischen Kirche und Staat für nicht mehr zeitgemäß; es gilt sie abzuschaffen. Was bedeuten die gesellschaftlichen Veränderungen für die Religion, für ihre Rolle in der Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Politik?

Darüber diskutieren der Kulturbeauftragte der EKD Johann Hinrich Claussen und die religionspolitische Sprecherin der Linken Christine Buchholz, Moderation: Dr. Jörg Herrmann, Evangelische Akademie der Nordkirche

KARTEN:

Die Eintrittskarten für die »Martinstage 2016« kosten für alle Veranstaltungen (außer KÄTHCHENS KANTINE!) jeweils 10 Euro. Sie erhalten Ihre Tickets bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und vor allem hier: NDR TICKETSHOP IM LEVANTEHAUS HAMBURG, Telefon: 040/44 19 21 92, E-Mail: ticketshop@ndr.de, www.ndrticketshop.de (Online-Bestellung).

Kontakt

HEINEKOMM UG
Herlingsburg 6-10
22529 Hamburg
Tel.: 040/76 75 26 26
Fax: 040/76 75 26 25

Vortrag

8.11.2016
Di
19.00 UHR
‚Physik des Symbols‘. Aby Warburg und die Kraft der Bilder

Cornelia Zumbusch, Hamburg

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Warburg lebt!
Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag des Hamburger Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg
In Kooperation mit dem Warburg Institute, London, und dem Getty Research Institute, Los Angeles

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Tagung

10.11.2016
Do
 
Warburg in America

Colloquium at the Getty Research Institute in cooperation with Warburg Haus, Hamburg

nicht öffentlich
Veranstalter

Getty Research Institute in cooperation with Warburg Haus, Hamburg

This year marks the 150th anniversary of the birth of German art historian and cultural theorist Aby Warburg. Situated within the larger context of the Getty Research Institute’s current scholar year on art and anthropology, the colloquium will commemorate this important scholar by examining his work and legacy. The lectures will focus especially on Warburg’s famous travels to the southwestern United States at the turn of the century and his observation and documentation of Native American culture. His trip to the Hopi regions of Arizona and New Mexico inspired his seminal “A Lecture on Serpent Ritual,” a text that served as a detailed account of Hopi architecture, life, and tribal rituals. Warburg’s encounter with the Hopi culture had a lasting effect on his art historical work and contributed to the shift toward a more anthropological study of art in the 20th century. Warburg rejected the common practice of an aestheticized art history that viewed and treated images in strictly formal terms and instead perceived them as a “biologically necessary product between religion and artistic practice.” Speakers will highlight previously understudied aspects of Warburg’s American travels and examine his concepts of image theory and iconology. Lectures will further consider how the application of Warburgian ideas and visions has influenced the disciplines of art history and anthropology, as well as how Warburg’s legacy has narrowed the gap between these disciplines.

PROGRAM

10:00 a.m. Coffee Welcome Reception 10:30 a.m. Welcome Remarks: Thomas W. Gaehtgens, Director, Getty Research Institute

10:45 a.m. Session I: Introduction: Susan Dackerman, Scholar, Getty Research Institute

11:00 a.m. Hans Belting, ZKM Karlsruhe: Migrating Images at the Persian and Ottoman Courts and the Role of Figuration

11:45 a.m. Uwe Fleckner, Universität Hamburg: Photography with Obstacles: Aby Warburg’s Pictures of His American Journey

12:30 p.m. Davide Stimilli, University of Colorado, Boulder: Aby Warburg in America, Again? A Tale of Three Failures

2:30 p.m. Session II Introduction: Gary Urton, Harvard University

2:45 p.m. Giovanna Targia, Ludwig-Maximilians-Universität München: A Pupil of Usener in America: Aby Warburg’s Travels to the Hopi Regions in the Light of His „Fragments on Expression”

3:30 p.m. Linda Báez-Rubí, The Warburg Institute, London: The Unfinished Project: The Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg and the Scope of Ancient American Studies

4:15 p.m. Claudia Swan, Northwestern University, Evanston: Meanwhile, in Vienna: The Survival of Wunderdinge

 

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Programm Warburg in America

Ort

Getty Research Institute, Los Angeles, USA

150. Geburtstag Aby Warburgs

Workshop

15.11.2016BIS16.11.2016
Friedrich Ludwig Schröders Hamburgische Dramaturgie

Workshop zum 200. Todestag

 
Veranstalter

Prof. Dr. Bernhard Jahn, Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften, Fachbereich Sprache, Literatur, Medien I
Institut für Germanistik

Friedrich Ludwig Schröders 200. Todestag in diesem Jahr bildet den Anlass für eine Tagung, mit der wir an die Verdienste Schröders erinnern möchten, die er sich als Regisseur, Schauspieler, Dramatiker und Theaterintendant am Hamburger Stadttheater ab den 1770er Jahren erwarb. Seine Bemühungen um eine Reform der Schauspielkunst lassen es gerechtfertigt erscheinen, von einer spezifisch schröderschen Dramaturgie zu sprechen, deren Rekonstruktion im Mittelpunkt der Tagung stehen soll.

Flyer des Workshops

Kontakt

Prof. Dr. Bernhard Jahn
Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Fachbereich Sprache, Literatur, Medien I
Institut für Germanistik
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg

Institut für Germanistik

Vortrag

22.11.2016
Di
19.00 UHR
Per Astra ad Sphaeram: Aby Warburg and the Future of the Humanities

David Freedberg, London

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Warburg lebt!
Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag des Hamburger Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg
In Kooperation mit dem Warburg Institute, London, und dem Getty Research Institute, Los Angeles

150. Geburtstag Aby Warburgs / Aby-Warburg-Stiftung

Vortrag

28.11.2016
Mo
18.00 UHR
Akademische Feier anlässlich des 70. Geburtstags von Prof. Dr. Wolfgang Kemp

Festvortrag Prof. Dr. Wolfgang Ullrich "Der Betrachter vor dem Bildschirm"

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Kunstgeschichtliches Seminar

Kontakt

Margot Zimmermann
Kunstgeschichtliches Seminar
Edmund-Siemers-Allee 1-Westflügel
20149 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-3261
Fax: +49 40 42838-6279

Kunstgeschichtliches Seminar

Tagung

1.12.2016BIS3.12.2016
FLÜCHTIGE BILDER: AFFEKT // REPRÄSENTATION

Eine trans- und interdisziplinäre Tagung an der Universität Hamburg, 1.–3. Dezember 2016

 
Veranstalter

Jacobus Bracker (Klassische Archäologie), Ann-Kathrin Hubrich
(Kunstgeschichte) & Stefanie Johns (Kunstpädagogik und
Visuelle Bildung)

Die Präsenz von Fluchtbewegungen in der medialen Berichterstattung, die diverse Perspektiven auf die Flucht, ihre Ursachen und Folgen abbildet oder ausblendet, verweist auf das Evokations- und Affektionsvermögen der Bilder. In einer drastischen Steigerung der Warburg’schen Bilderwanderungen flüchten auch die Bilder selbst, sei es, dass sie die Flüchtenden begleiten, sei es, dass sie transmediale Fluchtwege vor einem propagandistischen Bildersturm einschlagen. Im Rahmen von Fluchtbewegungen entstand und entsteht zu allen Zeiten eine Fülle, eine schier unüberschaubare Masse an Bildern, die das Leid der Flüchtenden zu spiegeln suchen, die Fluchtwege nachzeichnen oder auf die Fluchtursachen verweisen wollen.

Idolatrische wie ikonoklastische Bildpraktiken spielen dabei eine erhebliche Rolle und deuten auf eine starke affektive Beteiligung der Akteur*innen. Affekte beeinflussen die Wahrnehmung, das phänomenale Bewusstsein, die Aufmerksamkeitslenkung und Bedeutungskonstruktionen und sie motivieren Handlungen und sind damit ein zentraler Faktor in einer als verkörpert verstandenen Wahrnehmung. Das außerordentliche Affekt- und Affizierungspotential der Bilder spielt unter anderem bei ihren Funktionen als Träger von
Erinnerungen und Hoffnungen, bei Identitätskonstruktionen und bei ihrem strategischen bis manipulativen Einsatz in politischen Kommunikationsprozessen eine erhebliche Rolle.

ANMELDUNG
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Es wird um Anmeldung per Email gebeten.

Tagungsprogramm

Kontakt

Jacobus Bracker (Klassische Archäologie), Ann-Kathrin Hubrich
(Kunstgeschichte) & Stefanie Johns (Kunstpädagogik und
Visuelle Bildung)

Tagung

8.12.2016BIS10.12.2016
Hexenverhörprotokolle als sprachhistorisches Korpus
 
Veranstalter

Prof. Dr. Renata Szczepaniak
Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Sprache, Literatur, Medien (SLM) I
Institut für Germanistik

Im Zentrum der Tagung stehen Hexenverhörprotokolle – handschriftliche Erzeugnisse der Kanzleisprache aus der Zeit der intensivierten Hexenverfolgung im 16./17. Jh. Die Hexenverhörprotokolle werden als Datengrundlage in unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Forschungsdisziplinen verwendet: In der historischen Sprachwissenschaft haben sie einen Stammplatz in der Erforschung von Systemwandel, Textsortenwandel, Handschriftlichkeit und Kommunikationsformen etc. (s. u.a. Macha 2003a, b; Topalović 2003a, b; Schmuck/Szczepaniak 2014; Schutzeichel/Szczepaniak 2015; Szczepaniak/Barteld 2016). In der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte bilden sie wichtige Zeitzeugen, die wesentlich zur historiographischen und kulturhistorischen Erschließung beitragen (s. u.a. Moeller/Schmidt 2003; Schmidt 2004; Voltmer 2005). Gleichzeitig stellen sie eine Herausforderung für den Bereich der Digital Humanities dar, da sie sorgfältige Editionsarbeit und aufwändige digitale Aufarbeitung erfordern (Macha et al. 2005; Barteld/Szczepaniak/Zinsmeister 2014).

Die Tagung soll als interdisziplinäre Austauschplattform dienen, um sprachbezogene Fragestellungen mit gesellschafts- und kulturhistorischen sowie kultur­anthropologischen Forschungszielen zu verbinden. Willkommen sind Beiträge, die unter Einbindung unterschiedlicher methodisch-empirischer wie auch theoretischer Zugänge zur sprach- und kulturhistorischen Verortung der Hexenverhörprotokolle sowie zu ihrer editorischen Aufbereitung, Transkription und Digitalisierung beitragen. Durch den interdisziplinären Zugang wird das Forschungsfeld der historischen Korpuslinguistik auf einer breiteren Basis definiert.

Auf der Tagung sind auch Beiträge willkommen, die die Erforschung der Hexenverhörprotokolle und der Hexenverfolgung außerhalb des deutschsprachigen Raums zum Ziel haben.

Kontakt

Annika Vieregge, M.A.
Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Sprache, Literatur, Medien (SLM) I
Institut für Germanistik
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg

Institut für Germanistik / Universität Hamburg

Vortrag

19.12.2016
Mo
18.15 UHR
Andreas Weber: Biopoetik. Lebendigkeit und Imagination

im Rahmen der Vorlesungsreihe De Natura

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar

Kontakt

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar
Edmund-Siemers-Allee 1, Zi. 108
20146 Hamburg
Fon: +49 40 42838-8130
Fax: +49 40 42838-8145

Forschungsstelle Naturbilder / Forschungsstelle Naturbilder

Vortrag

29.12.2016
Do
 
Art History as Visual Experiment. Aby Warburg’s Pictorial Dialectics and His Exhibition on ‚Manet and Italian Antiquity

Uwe Fleckner

 
Veranstalter

Guangzhou Academy of Fine Arts, School of Arts and Humanities, China

Ort

Guangzhou, China

Tagung

13.1.2017
Fr
9.30 UHR
Geisteswissenschaften [frage-zeichen]
 
Veranstalter

Kevin Drews, Ann-Kathrin Hubrich, Sandra Ludwig, Stephan Renker, Friederike Schütt und Andrea Stück, Mitglieder des Graduiertenkollegs Geisteswissenschaften der Universität Hamburg

Die Tagung Geisteswissenschaften [frage-zeichen] wird von Kevin Drews, Ann-Kathrin Hubrich, Sandra Ludwig, Stephan Renker, Friederike Schütt und Andrea Stück, Mitglieder des Graduiertenkollegs Geisteswissenschaften der Universität Hamburg, veranstaltet. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung unter frage-zeichen@mail.de.

Das Plädoyer für eine unbedingte Universität steht seit Jacques Derrida als Perspektive für die Geisteswissenschaften in seiner Omnipräsenz mittlerweile gleichwertig neben den ins n-fache potenzierten (Meta-)Diskursen über die Krise der Geisteswissenschaften. Der Diagnose eines scheinbar unauflösbaren Zusammenhangs von allgemeiner Verwertungslogik an den Universitäten und Bedeutungsverlust der Geisteswissenschaften widerspricht die Forderung: „Die Universität müßte also auch der Ort sein, an dem nichts außer Frage steht“ (Derrida). Dieses immer wieder aufgerufene Zitat verspricht nun zwar einen potenziellen Bedeutungsgewinn in der geisteswissenschaftlichen Selbstreflexion, hält allerdings einen konkreten Bezug offen. Vielmehr stellt die Forderung sogar noch die „Autorität der Frage, die Form des Denkens als Befragung“ (Derrida) zur Diskussion. So rückt die Fraglichkeit des Fragens selbst ins Zentrum der geisteswissenschaftlichen Selbstbefragung.

Dies nimmt unsere Tagung als Ausgangspunkt, um den Akt des In-Frage-Stellens, den Modus des Fragens, die Fraglichkeit als solche genauer zu untersuchen. Dabei zielt das [frage-zeichen] weniger auf die Setzung eines neuen großen Fragezeichens. Vielmehr soll der Fokus auf dem Fragezeichen als derjenigen Lücke liegen, die sich zwischen der Frageform und ihrem Inhalt ergibt.

Vortrag

17.1.2017
Di
19.00 UHR
Bild und Zeit. Über tote und lebendige Geschichte

Peter Geimer, Berlin

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten.

 

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Tagung

26.1.2017BIS28.1.2017
Naturalismen. Kunst, Wissenschaft, Ästhetik

Jahrestagung 2017 der Forschungsstelle Naturbilder

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar

„Naturalismus“ ist ein schillernder Begriff. Gewöhnlich benennt er Qualitäten von Kunstwerken, die als charakteristisch für bestimmte Zeiten und Strömungen (Naturalismus der Renaissance) gelten oder er definiert eine stilistische Epoche (Naturalismus um 1900). Auch in systematischer Hinsicht divergieren die Bedeutungen erheblich. Angesichts einer Vielzahl von Naturalismen widmet sich die Tagung der Frage nach übergreifenden Zusammenhängen. Als ein durchgängiges Moment der verschiedenen Tendenzen, Arbeitsweisen und Werke kann gelten, dass die künstlerische Naturnachahmung auf einen gesteigerten Realitätsgrad der Bildwerke zielt. Zu fragen wäre nach der Relevanz von Praktiken bildnerischer Beschreibung und nach Spielarten von Illusionismus. Inwieweit leiteten sich aus der scheinbaren Zurücknahme der künstlerischen Intervention Momente von Objektivität und Ansprüche auf Wahrheit ab? Welche Aporien bergen Naturalismen?

As is well known, the term naturalism carries a multitude of meanings. It can designate an artwork’s qualities that are considered characteristic of a specific time period or movement or it could even define a stylistic epoch in itself. In this historical sense of the term, one speaks of a “Renaissance Naturalism” or a “Naturalism” of around 1900. However, even if considered systematically, meanings of naturalism diverge quite profoundly depending on the context. On account of this, the conference will address the overarching connections or parallels among the profusion of naturalisms. A consistent use of the term is intended to describe the tendency of an artwork to strive toward the imitation of nature or a heightened level of reality. This raises the question, how did techniques of description and varieties of illusionism produce knowledge? To what extent did instances of objectivity and claims to truth derive from an apparent withdrawal of artistic intervention? Which aporias are inherent in naturalism?

Kontakt

Sue Ryall
Geschäftsstelle Naturbilder/Images of Nature
Telefon +49 40 42838-8130
www.uni-hamburg.de/naturbilder

Forschungsstelle Naturbilder / Forschungsstelle Naturbilder

Vortrag

30.1.2017
Mo
18.15 UHR
Die Leidenschaften des Unnatürlichen

Prof. Dr. Lorraine Daston, Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar

Kontakt

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar
Edmund-Siemers-Allee 1, Zi. 108
20146 Hamburg
Fon: +49 40 42838-8130
Fax: +49 40 42838-8145

Forschungsstelle Naturbilder / Forschungsstelle Naturbilder

Tagung

10.2.2017BIS11.2.2017
Unterwegs. Zu Gestalt, Funktion und Materialität von Wegen

Eine Tagung der Isa Lohmann-Siems Stiftung

 
Veranstalter

Die Tagung wird im Rahmen des Forschungsprojekts »unterwegs« der Isa Lohmann-Siems Stiftung Hamburg abgehalten.

Wege verbinden Orte. Sie entstehen, wenn Menschen, Tiere und Dinge – und mit ihnen Wissen, ethische und ästhetische Werte – sich von hier nach dort bewegen. Dabei formen Wege durch ihre Gestalt (etwa als Schleichweg, Trampelpfad oder Schnellstraße) und ihre Materialität (etwa unbefestigt oder gepflastert) die ablaufenden Bewegungen mit. Sie bringen soziale Figuren hervor wie Pilgernde oder Wandernde und prägen auf diese Weise die Akteure, die auf ihnen unterwegs sind.

Die interdisziplinäre Tagung widmet sich Wegen und Wegenetzen. Sie möchte dabei die mit ihnen einhergehenden Bewegungen ins Zentrum der Debatte rücken. Inwieweit visualisieren und materialisieren Wege die Bewegungen, aus denen sie hervorgehen? Wie formen Architektur, Infrastruktur und Landschaft die Gestalt von Wegen – und umgekehrt? Welche Praktiken und Strategien manifestieren sich hier mit welchen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ästhetischen Effekten?

Kontakt

Isa Lohmann-Siems Stiftung

Leitung
Debora Oswald
Linda Schiel
Nadine Wagener-Böck

Workshop

18.2.2017
Sa
10.00 UHR
Textiles as Other: Formen, Materialien, Politiken textilbasierter Objekte im 20. und 21. Jahrhundert
 
Veranstalter

Leena Crasemann
Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg

Das Textile hat Konjunktur. Ob es subkulturelle Aktionen des craftivism im Stadtraum sind, Nachhaltigkeitskonzepte in der  Kleidungsindustrie, das Experimentieren mit intelligenten Stoffen in  der Modebranche, der Einsatz von Hightech-Textilien in der Industrie oder die im 20. Jahrhundert stetig zunehmenden textilbasierten künstlerischen Positionen: Das Textile beansprucht in unserer unmittelbaren Gegenwart einen besonderen Stellenwert. Warum aber kommt dem Textilen aktuell dieses gesteigerte Interesse und eine damit notwendige Theoretisierung zu?

Die Spezifik des Textilen scheint in seiner medialen Wandelbarkeit und semantischen Offenheit zu bestehen. Da es fast immer mit anderen Materialien kombiniert und medial unterschiedlich eingebunden ist, verfügt es über einen unvergleichbar hybriden Charakter. Wie könnte eine aktuelle Theoretisierung des Textilen dieser veränderbaren Vielgestaltigkeit gerecht werden? Welche Migrationen des Materials gehen mit der Produktion, Verarbeitung, Distribution des Textilen einher und wie spiegelt sich dies in künstlerischen, sozialen, politischen Praktiken wieder, in die das Textile eingebunden ist? Welche Rolle kommt der Verarbeitung des Textilen zu, das – etwa bis zum Moment seiner  Rezeption als Ausstellungsgegenstand im Rahmen künstlerischer Produktion – die unterschiedlichsten geographischen, technischen und kulturellen Grenzen überschritten und durchkreuzt hat? Und auf welche Weise kann diese identitäre Wandelbarkeit des Textilen methodisch gefasst werden?

Im Rahmen des Workshops sollen zwei Fragehorizonte eröffnet werden:  Zum einen steht das für die Kunst der Moderne so paradigmatische, auch geschlechtlich kodierte Verhältnis von Form und Material zur Diskussion. Inwiefern ist das Textile dazu prädestiniert diese polare Differenz aufzulösen, da textile Produktionsprozesse gleichermaßen Form gebende und Material konstituierende Operationen sind? Zudem gilt es nach der politischen Dimension zu fragen: In genderspezifischen Zuschreibungen wird das Textile seit Jahrhunderten dem Prinzip und der Sphäre des Weiblichen zugeschlagen, fungiert aber in einem  hegemonialen Diskurs gleichermaßen als Spezifikum indigener Kulturen und als ‚ethnisch Anderes‘. Inwieweit muss die zunehmende Relevanz des Textilen folglich nicht nur mit feministisch-emanzipatorischen Anliegen, sondern auch mit einem Aufbrechen des Kanons im Zuge postkolonialer Verschiebungen kurzgeschlossen werden? Und welche Positionen nehmen textile Techniken, Materialien, Objekte in aktuellen Diskursen über das Verhältnis von westlich-okzidentaler Kunstpraxis und -theorie gegenüber den ‚anderen‘ Kunstgeschichten ein, die beide jeweils nicht ohne den Bezugsrahmen von Kolonialismus und Postkolonialismus zu denken sind?

Programmflyer als PDF

Ort

17.2.2017 Produzentengalerie Hamburg, Admiralitätsstraße 71, 20459 Hamburg
18.2.2017 Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg

Kontakt

Leena Crasemann
Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Kooperationsveranstaltung

1.3.2017
Mi
19.00 UHR
FILM: DER RIESE, MICHAEL KLIER

D 1983, 83 Min., mit Live-Neuvertonung von Jörn Stahlschmidt

 
Veranstalter

Warburg-Haus und »Flexibles Flimmern. Das mobile Kino«

19.00 Uhr Einlass, 20.00 Uhr Beginn

Kosten: 10,- Euro, bitte reservieren: reservierungen@flexiblesflimmern.de

Ein Riese, der allgegenwärtig alles sieht, aber selbst nicht gesehen werden kann …

Der vielfach ausgezeichnete Film DER RIESE von Michael Klier setzt sich fast ausschließlich aus Material von ferngesteuerten Überwachungskameras, von öffentlichen Straßen, Plätzen, Einkaufspassagen und Transiträumen wie Flughäfen und Bahnhöfen sowie Aufnahmen aus Banken, Kaufhäusern und Supermärkten zusammen. Ein Dokumentarfilm in seiner reinsten Form und gleichzeitig eine alptraumhafte Zukunftsvision.

„Einer der faszinierendsten Filme der 1980er hieß „Der Riese“: Michael Klier hatte dafür ausschließlich Videobilder von Überwachungskameras montiert und mit Musik unterlegt. Heraus kam eine unheimliche Sinfonie der gegenwärtigen Großstadt, überwacht vom unsichtbaren Auge einer allumfassenden Kontrollinstanz, die der Filmtitel suggerierte.“ (Die Presse)

„Ein unkonventionell montiertes Essayvideo über die Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Das Video verwendet dokumentarisches Material aus ferngesteuerten Überwachungskameras. Durch die Verknüpfung verschiedener Aufnahmen im realitischen Stil entsteht der Eindruck eines zentralen Überwachungsapparates als anonymes, mächtiges Subjekt, das allgegenwärtig alles sieht, aber selbst nicht gesehen werden kann.“ (Mediennetzwerk.de, Reinhard Wolf)

Zum Künstler: Jörn Stahlschmidt

„sumless system“ ist ein akustisches Perpetuum Mobile, ein monströses Wiedergabemedium, ein mechanischer Komponist – und passt daher perfekt zu den technisch erzeugten Bildern der Überwachungskameras im Film „Der Riese“. Sieben Kassettenrekorder sind zugleich Instrument und Musiker. Die sieben unabhängigen Spuren verschieben sich immerfort gegeneinander und arrangieren dadurch und durch die Temposchwankungen der analogen Technik ein unendliches Stück. Wäre da nicht die ebenfalls in dieser Art der Technik inbegriffene Abnutzung der Bänder, die eines fernen Tages zum Verstummen des „sumless system“ führen wird. Aber zunächst wird überholter Technik neues Leben eingehaucht mit Musik gespielt von dissamonix, der Band des Künstlers und Ben Sellers. Deren Musik ist hier untrennbar an das Instrument gebunden und ist ausschließlich live zu hören. Zu sehen und zu hören gibt es also eine Maschine mit akustischem Eigenleben, eine Art Frankensteins Monster oder ein Golem, welches sich von seinem Meister losgesagt hat. Die Form folgt der Musik und die Musik der Form. Die Bauteile der wunderbaren Maschine stammen aus dem Mobiliar und Interieur des Künstlers und deren Verwandtschaft.

Das Werk weist weiter auf die Kernabsicht des 1975 geborenen, in Hamburg lebenden Bildhauers, Malers, Zeichners, Performance- sowie Videokünstlers und Musikers hin: Immer wieder beginnt er von vorn und niemals wird etwas wiederholt. Zweifel, Misstrauen und Verblüffung gegenüber der Welt und die Unfähigkeit zum Nichtstun sind die entscheidenden Antriebsfedern des Künstlers.

Programm der Kooperationsveranstaltungen als PDF

Ort

Warburg-Haus

Kontakt

Flexibles Flimmern / Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Kooperationsveranstaltung

3.3.2017
Fr
19.00 UHR
FILM: DER RIESE, MICHAEL KLIER

D 1983, 83 Min., mit Live-Neuvertonung von Jörn Stahlschmidt

 
Veranstalter

Warburg-Haus und »Flexibles Flimmern. Das mobile Kino«

19.00 Uhr Einlass, 20.00 Uhr Beginn

Kosten: 10,- Euro, bitte reservieren: reservierungen@flexiblesflimmern.de

Ein Riese, der allgegenwärtig alles sieht, aber selbst nicht gesehen werden kann …

Der vielfach ausgezeichnete Film DER RIESE von Michael Klier setzt sich fast ausschließlich aus Material von ferngesteuerten Überwachungskameras, von öffentlichen Straßen, Plätzen, Einkaufspassagen und Transiträumen wie Flughäfen und Bahnhöfen sowie Aufnahmen aus Banken, Kaufhäusern und Supermärkten zusammen. Ein Dokumentarfilm in seiner reinsten Form und gleichzeitig eine alptraumhafte Zukunftsvision.

„Einer der faszinierendsten Filme der 1980er hieß „Der Riese“: Michael Klier hatte dafür ausschließlich Videobilder von Überwachungskameras montiert und mit Musik unterlegt. Heraus kam eine unheimliche Sinfonie der gegenwärtigen Großstadt, überwacht vom unsichtbaren Auge einer allumfassenden Kontrollinstanz, die der Filmtitel suggerierte.“ (Die Presse)

„Ein unkonventionell montiertes Essayvideo über die Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Das Video verwendet dokumentarisches Material aus ferngesteuerten Überwachungskameras. Durch die Verknüpfung verschiedener Aufnahmen im realitischen Stil entsteht der Eindruck eines zentralen Überwachungsapparates als anonymes, mächtiges Subjekt, das allgegenwärtig alles sieht, aber selbst nicht gesehen werden kann.“ (Mediennetzwerk.de, Reinhard Wolf)

Zum Künstler: Jörn Stahlschmidt

„sumless system“ ist ein akustisches Perpetuum Mobile, ein monströses Wiedergabemedium, ein mechanischer Komponist – und passt daher perfekt zu den technisch erzeugten Bildern der Überwachungskameras im Film „Der Riese“. Sieben Kassettenrekorder sind zugleich Instrument und Musiker. Die sieben unabhängigen Spuren verschieben sich immerfort gegeneinander und arrangieren dadurch und durch die Temposchwankungen der analogen Technik ein unendliches Stück. Wäre da nicht die ebenfalls in dieser Art der Technik inbegriffene Abnutzung der Bänder, die eines fernen Tages zum Verstummen des „sumless system“ führen wird. Aber zunächst wird überholter Technik neues Leben eingehaucht mit Musik gespielt von dissamonix, der Band des Künstlers und Ben Sellers. Deren Musik ist hier untrennbar an das Instrument gebunden und ist ausschließlich live zu hören. Zu sehen und zu hören gibt es also eine Maschine mit akustischem Eigenleben, eine Art Frankensteins Monster oder ein Golem, welches sich von seinem Meister losgesagt hat. Die Form folgt der Musik und die Musik der Form. Die Bauteile der wunderbaren Maschine stammen aus dem Mobiliar und Interieur des Künstlers und deren Verwandtschaft.

Das Werk weist weiter auf die Kernabsicht des 1975 geborenen, in Hamburg lebenden Bildhauers, Malers, Zeichners, Performance- sowie Videokünstlers und Musikers hin: Immer wieder beginnt er von vorn und niemals wird etwas wiederholt. Zweifel, Misstrauen und Verblüffung gegenüber der Welt und die Unfähigkeit zum Nichtstun sind die entscheidenden Antriebsfedern des Künstlers.

Programm der Kooperationsveranstaltungen als PDF

Ort

Warburg-Haus

Kontakt

Flexibles Flimmern / Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Vortrag

4.3.2017
Sa
15.00 UHR
Was Bilder erzählen. Ikonographie als Methode der Kunstgeschichte

Katharina Hoins, Wissenschaftliche Koordinatorin, Warburg-Haus

 
Veranstalter

Deutsch-Iranischer Akademikerbund e.V.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten unter: www.diab.de/dialog oder dialog@diab.de

Kontakt

Deutsch-Iranischer Akademikerbund e.V. / Interdisziplinäre Vortragsreihe "dialog"

Tagung

24.3.2017BIS25.3.2017
Gelehrte Praktiken in der Erforschung der Vergangenheit in der Frühen Neuzeit
 
Veranstalter

DFG-Projekt "Historisches Wissen aus Archiven" in Verbindung mit der Professur für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit (Markus Friedrich)

Auf der Tagung werden in Fallstudien vielfältige Praktiken der Wissenserzeugung dargestellt. Historiographische Publikationen und ihre Vorstufen werden dabei in ihrem sozialen, materiellen und institutionellen Kontext aus praxeologischer Perspektive betrachtet.

Interessierte sind herzlich willkommen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Kontakt

Jacob Schilling
Universität Hamburg
Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg

Universität Hamburg

Kooperationsveranstaltung

2.4.2017
So
14.00 UHR
»A PLACE. WHERE NONE«. KÜNSTLERGESPRÄCH MIT URSULA SCHULZ-DORNBURG

Moderation Katharina Hoins

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Hamburger Kunsthalle zur Ausstellung »Warten. Zwischen Macht und Möglichkeit«

Kosten: Museumseintritt

Ort

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5

Kontakt

Eva Landmann
Tel.: +49 40 42838 6148

Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Vortrag

4.4.2017
Di
17.15 UHR
Veins and Bones. East Asian Garden Landscape as Representation of the Cosmic Organism

Jeong-hee Lee-Kalisch, Freie Universität Berlin

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Internationalen Warburg-Kollegs „Memorial Landscapes. World Images East and West“, das vom 4. bis zum 6. April 2017 im Warburg-Haus stattfindet.

Einladung als PDF

Aby-Warburg-Stiftung / Internationales Warburg-Kolleg

Internationales Warburg-Kolleg

4.4.2017BIS6.4.2017
Memorial landscapes. World Images East and West
nicht öffentlich
Veranstalter

Universität Hamburg / Aby-Warburg-Stiftung, Hamburg, in Kooperation mit der National Taiwan Normal University und National Taiwan University, Taipei

The 2016-2017 International Warburg Seminar, to be held in Taipei on 26-30 September 2016 and in Hamburg on 3-7 April 2017 and aimed at doctoral candidates and young academics, will be devoted to comparative views of the landscape genre. People’s perception of their surrounding landscape is subject to a variety of cultural encodings. This becomes particularly clear when international comparisons are made – between, say, Eastern and Western conceptions of landscape. Whereas in the Western world ‘landscape’ and ‘landscape painting’ are practically synonymous (‘Claude Lorrain’s landscapes’), the Chinese language, for instance, uses very different terms for the two concepts: ‘landscape’ in the sense of a vista, (jǐngsè), is thus conceptually quite separate from the traditional notion of landscape painting, (shānshuǐ), which is composed of the characters for ‘mountain’ and ‘water’. At the same time, notions of landscape are subject to constant historical change, and the landscape painting genre has performed a whole series of different tasks which may also vary from period to period. Landscapes are not only veduta-like depictions of nature, but they also provide subjective perspectives on the artist’s realm of experience; they may be outlines for ideal or world landscapes that are more or less distinct from their natural models; and they may be much else besides.

The International Warburg Seminar on Memorial landscapes: world images East and West will focus not so much on aspects of landscape that only depict natural settings as on those that address the construction of cultural links in the broadest sense, creating landscapes with a motivic, thematic, social or political charge – to paraphrase Pierre Nora, paysages de mémoire. Such landscape images encapsulate historical events and national identities, basic philosophical attitudes and political conflicts or cultural, social or environmental issues. The landscape can then become not only a form of reflection on links beyond landscape itself, but also a meta-genre that expresses how nature and landscape are perceived by a particular artist, cultural region or period.

Doctoral candidates or young post-graduate art historians from all over the world are invited to submit proposals for the seminar theme. These may include both proposals in the field of Asian and Western art history during any period from the Middle Ages to the present day, as well as – and in particular – themes that already deal with transfer between Eastern and Western notions of landscape. Participants will be expected to give a talk on their proposal. It is planned that proposals accepted for the seminar will be published. During the first week of the seminar, in autumn 2016, all the participants will present preliminary papers which will be further developed in the light of discussions in preparation for the second week of the seminar. The contributions will be jointly edited during the spring 2017 session.

All travel and accommodation expenses will be covered by the organizers. The seminar will be held in English. Applications including a detailed thematic proposal (max. two pages), a CV (resume), a list of relevant publications and a letter of recommendation from the applicant’s academic supervisor or a senior researcher must be submitted in PDF format by 10 March 2016 to Professor Shai-Shu Tzeng, National Taiwan Normal University (sstzeng@ntnu.edu.tw), Professor Yih-Fen Hua, National Taiwan University (yfhua@ntu.edu.tw) and Professor Uwe Fleckner, University of Hamburg (uwe.fleckner@uni-hamburg.de).

Application closed.

Aby-Warburg-Stiftung / Internationales Warburg-Kolleg

Vortrag

5.4.2017
Mi
19.00 UHR
Der Gerichtspfeiler als Gedankenpfeiler: Bewegung, Bildmedium und Gedächtnis im Südquerhaus des Straβburger Münsters

Jacqueline E. Jung, Yale University - Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung 2016

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Long mediated by a few highly artificial photographs made in the 1920s, the monumental Pillar of Judgment (a.k.a. Pillar of Angels) in the thirteenth-century south transept of Strasbourg Cathedral has come to be understood as a fairly straightforward, if singular, example of Gothic religious art – a transposition of conventional Last Judgment imagery, rendered in a transitional late Romanesque/early Gothic style, into a liturgical space. Encounters with the work from natural standpoints on the ground – including the many „hotspots“ of liturgical and judicial action within and beyond the transept – yield entirely different perspectives. Drawing together the various impressions this multifaceted monument presents within its original spatial context, considering the associations it summons up with other works of sculpture known to contemporaries, and teasing out its analogies with the stained glass imagery that alternately illuminates and obscures it, this lecture offers a new understanding of the pillar. Seen in flux, the pillar reveals itself not only as a support for iconography but, even more, as a ‚tool for thinking‘: it prompts reflections about the nature of sacred space, the limits and possibilities of human vision, the flows and ruptures of time, and the ever-presence of the divine in the world.

Jacqueline Jung lehrt als Associate Professor am Department für Kunstgeschichte der Yale University europäische Kunst und Architektur des Mittelalters. Die Forschung zur figürlichen Skulptur in Deutschland und Frankreich bildet dabei ihren Schwerpunkt. Ihr Buch ‚The Gothic Screen: Space, Sculpture, and Community in the Cathedrals of France and Germany, ca. 1200-1400‘ (Cambridge University Press, 2013), wurde mit dem Prose Award für Kunstgeschichte und Kritik der Association of American Publishers ausgezeichnet sowie mit dem John Nicholas Brown Preis der Medieval Academy of America. Jungs neues Buch, ‚Eloquent Bodies: Movement, Expression, and the Human Figure in Gothic Sculpture‘, erscheint bei Yale University Press. Ihre Texte wurden in zahlreichen Zeitschriften und Sammelbänden in den USA und Deutschland publiziert; zudem hat Jung bedeutende deutschsprachige kunsthistorische Arbeiten, etwa Aloïs Riegl’s ‚Historische Grammatik der bildenden Künste‘ (Zone Books 2004), in englischer Übersetzung veröffentlicht.

Jacqueline Jung hat den Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung 2016 erhalten.

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

Einladung als PDF

Kontakt

Eva Landmann
Warburg-Haus
Tel.: +49 40 42838 6148

Aby-Warburg-Stiftung / Wissenschaftspreis

Kooperationsveranstaltung

7.4.2017
Fr
18.30 UHR
PRESSEBILDER UND ÖFFENTLICHES BILDGEDÄCHTNIS

Ellen Dietrich, Leitung Bildredaktion DIE ZEIT, Elke Grittmann, Kommunikationswissenschaftlerin (Hamburg)

 
Veranstalter

Warburg-Haus und DIE ZEIT

DIE VERANSTALTUNG IST BEREITS AUSGEBUCHT.

Ein voraussetzungsloses Bild gibt es nicht. Immer knüpft es bereits an vorher Gesehenes an und bezieht daraus einen Teil seiner Wirkmächtigkeit. Bilder, die eigentlich vergessen sind, uns zumindest nicht präsent, wirken trotzdem im Verborgenen und können plötzlich wieder aktuell werden. Der Kunst- und Kulturwissenschaftler Aby Warburg untersuchte dies vor allem am Beispiel der Wiederaufnahme von Bildtraditionen der Antike in der Renaissance und beschrieb es mit Begriffen wie „Mnemosyne“, „kulturelles Gedächtnis“  oder „Nachleben“. In Zeiten unendlich vieler medialer Bilder und gleichzeitig einiger weniger ikonischer Fotografien erscheint dieses Phänomen hochaktuell.

Wir sind im Rahmen des Jahresthemas „Latenz in den Künsten“ zu Gast in der Bildredaktion der ZEIT und diskutieren mit Ellen Dietrich, Leitung Bildredaktion DIE ZEIT, und der Medienwissenschaftlerin Elke Grittmann (Hamburg).

Programm der Kooperationsveranstaltungen als PDF

Ort

Redaktion DIE ZEIT
Helmut-Schmidt-Haus
Speersort 1

Kontakt

Katharina Hoins
Tel.: +49 40 42838 6147

Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Workshop

21.4.2017
Fr
 
Lapis politicus. Historische Schichtungen einer politischen Ikonographie der Steine
 
Veranstalter

Iris Wenderholm und Peter Krieger
Universität Hamburg

Abschluss-Workshop des DFG-Projekts natura – materia – artificio

Die geologische Beschaffenheit der Erde ist seit jeher ein Politikum. Die Nutzung mineralischer und fossiler Bodenschätze im Prozess der Zivilisation hat tiefgreifende Veränderungen von Landschaften und Städten bewirkt, betrifft daher die Gestaltung des Gemeinschaftslebens, die Politik. Nicht ohne Grund wird bereits von Plinius d.Ä. Naturbeherrschung und Steinvernichtung durch den Menschen mit der Macht der Götter verglichen. Eine Vielzahl von Bildern, die Steine darstellen oder aus ihnen erstellt werden, weist eine politische Ikonografie auf, der auf diesem Workshop nachgegangen werden soll. Sowohl die Mikro-Ansichten von Steinen, Mineralien und Metallen in Bildern, ihre Materialität, als auch die Makro-Formationen von Bergen sind Gegenstand kunsthistorischer und bildwissenschaftlicher Forschung. Anhand von aussagekräftigen Fallbeispielen und der Analyse zentraler Topoi soll erschlossen werden, in welcher Weise Vorstellungen von Stein und von politischen Prozessen miteinander verflochten sind, sich determinieren und bedingen. Dazu werden explizit Fragestellungen einbezogen, die sich aus bereits etablierten Forschungen der Hamburger Schule speisen, wie etwa der Politischen Ikonografie und der Materialikonografie, aber auch neuere Untersuchungsbereiche der Forschungsstelle Naturbilder. Bildstrategien und -wirkungen von Steindarstellungen in Geschichte und Gegenwart werden von den Referenten in ihren historischen Schichtungen analysiert. Der Workshop beabsichtigt, die Forschungen zur Politischen Ikonografie zu fördern, um Fragen der Materialsemantik zu erweitern und zudem kunst- und bildhistorisches Bewusstsein für die gegenwärtigen umweltpolitischen Debatten zu erzeugen.

Der Zeitrahmen ist kulturgeschichtlich definiert von der frühen Neuzeit zur Gegenwart und zugleich geologisch bestimmt: vom späten Holozän zum Anthropozän.

Die Beiträge sollten 25 Minuten nicht überschreiten. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Interessierte werden gebeten, Vortragsvorschläge von max. 500 Worten bis zum 01.03.17 zu senden an:

Iris.wenderholm@uni-hamburg.de und krieger@unam.mx

Flyer als PDF

Kontakt

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Vortrag

25.4.2017
Di
19.00 UHR
Flüchtige Form. Passantinnen bei Baudelaire, Freud und Warburg

Cornelia Wild, München / Michaela Melián, Hamburg

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten.

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

 

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Workshop

4.5.2017BIS5.5.2017
Familienbilder I.

Menschen und (andere) Tiere

 
Veranstalter

Frank Fehrenbach und Ulrich Pfisterer
Universität Hamburg und Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

Die kunstgeschichtliche Porträtforschung berücksichtigt in den letzten Jahren – nachdem sie lange Zeit auf das Problem des Individuums fixiert gewesen war – zunehmend gesellschaftliche Normen, kontextuelle Repräsentationsformen und Codes der Identität in ihrer historischen und geographischen Dynamik. Während Gruppenbildnisse als paradigmatisches Genre der sozialen Bindungen des Individuums gründlich erforscht wurden, erstaunt die vergleichsweise bescheidene Auseinandersetzung mit Familienporträts wie mit Familiendarstellungen im weitesten Sinne. Denn gerade hier lassen sich Emergenzformen des Sozialen besonders eindrücklich erfassen. Die Spannungen zwischen kulturell-gesellschaftlichen und körperlich-biologischen Determinanten sind für Familienbildnisse von grundlegender Bedeutung. Unser zweiteiliger Workshop widmet sich bildlichen Vermittlungsstrategien zwischen „Natur“ und „Kultur“, aber auch der vielfach behaupteten Analogie von biologischen und künstlerischen Ähnlichkeitsbeziehungen zwischen „Vorbild“ und „Abbild“, Erzeugern und Nachkommen. Familienbilder erweisen sich dabei als ein reich differenziertes Experimentierfeld, auf dem familiäre Deszendenzen, Hierarchien, soziale Grenzziehungen und Kontinuitäten modelliert werden.


After it had long fixated on the problem of the individual sitter, art-historical research on the portrait has increasingly considered in recent years such issues as social norms, contextual forms of representation, and codes of identity in their historical and geographical dynamics. While group portraiture has been thoroughly explored as a paradigmatic genre of the social relationships of the individual, the comparatively modest engagement with family portraits and family representations in the broadest sense is surprising. It is precisely here where emerging forms of the social are particularly apparent. Furthermore, the tensions between cultural-social and physical-biological dependencies are, in the case of family portraiture, of paramount significance.

Programm als PDF

Kontakt

Sue Ryall
Geschäftsstelle Naturbilder / Images of Nature
Telefon +49 40 42838 8130

Forschungsstelle Naturbilder / Kunstgeschichtliches Seminar

Workshop

15.5.2017
Mo
 
Protest, Disobedience, or Constituent Power?

Emerging Counter-Narratives for Transnational Constituencies

 
Veranstalter

Peter Niesen & Markus Patberg
Universität Hamburg
Sozialwissenschaften
Politikwissenschaft

 

Transnational social movements and campaigns, in reacting to the varieties of cross-border domination, have described their activities in the traditional vocabularies of political protest: as opposition, contestation, disobedience, or, in more vigorous conflicts, as dissidence, resistance, insurgency, or rebellion. In contrast, the emergence of the ‘global constitutionalist’ paradigm in international law and politics has seen a renewed interest in the category of constituent power. Transnational initiatives such as DiEM25 and the World Social Forum have begun to frame their activities in a ‘constitutive’ and less in a ‘reactive’ language. The workshop aims to assess and compare the features and the various strengths and weaknesses of the respective languages of critique and constitution.

Free of charge, limited number of places.

Please register before 30 April: markus.patberg@wiso.uni-hamburg.de

 

 

 

 

 

 

Flyer als PDF

Kontakt

Dr. Markus Patberg
Universität Hamburg
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Sozialwissenschaften
Politikwissenschaft
Allende-Platz 1
20146 Hamburg

Fachbereich Sozialwissenschaften / Universität Hamburg

Vortrag

17.5.2017
Mi
19.00 UHR
Der malende Teufel. Zum ästhetischen Potential des ‚mille artifex‘

Jörg Jochen Berns, Marburg - Aby-Warburg-Stiftungsprofessur 2017

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung

Prof. em. Dr. Jörg Jochen Berns

Geboren am 1.6.1938 in Frankfurt a.M. – Studium der Fächer Germanistik, Philosophie und Geschichte an den Universitäten von Frankfurt a.M., Freiburg i.Br. und Marburg 1958-1963 – 1964 Promotion im Fach Neuere Deutsche Literatur mit einer Arbeit über den Barockromancier Johann Beer – 1964-1968 Habilitationsstipendium der DFG – 1968/69 Assistent 1970-1972 Akademischer Rat am Institut für Neuere Deutsche Literatur der Universität Marburg – Frühjahr 1972 Habilitation mit einer Arbeit über den Philosophen, Sprachtheoretiker, Dramatiker und Erbauungspoeten Justus Georg Schottelius – Winter 1972 Ernennung zum Universitätsprofessor an der Universität Marburg – Nov. 1987 bis Sept. 1988 Gastprofessor der Universitá degli Studi di Trento – seit Oktober 2001 pensioniert

Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

Wissenschaftsgeschichte der Germanistik – Höfische Kultur der Frühen Neuzeit – Geschichte der Mnemonik – Geschichte der Mythographie in der Frühen Neuzeit – Geschichte des deutschen Bildersturms. (Publikationsliste auf der Homepage Jörg Jochen Berns)

Einladung als PDF

Kontakt

Eva Landmann
Warburg-Haus
Tel.: +49 40 42838 6148

Aby-Warburg-Stiftung / Stiftungsprofessur

Kooperationsveranstaltung

21.5.2017
So
11.00 UHR
FÜHRUNG: SPURENSUCHE. ABY WARBURG UND DIE KULTUR DER HOPI

Katharina Hoins und Ulla Weichlein

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Museum für Völkerkunde Hamburg zum Internationalen Museumstag 2017

Ort

Museum für Völkerkunde Hamburg
Rothenbaumchaussee 64

Kontakt

Eva Landmann
Tel.: +49 40 42838 6148

Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Kooperationsveranstaltung

21.5.2017
So
13.00 UHR
VORTRAG: »PHOTOGRAPHIE MIT HINDERNISSEN «. ABY WARBURGS AUFNAHMEN SEINER AMERIKANISCHEN REISE

Uwe Fleckner, Universität Hamburg

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Museum für Völkerkunde Hamburg zum Internationalen Museumstag 2017

Ort

Museum für Völkerkunde Hamburg
Rothenbaumchaussee 64

Kontakt

Eva Landmann
Tel.: +49 40 42838 6148

Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Vortrag

22.5.2017
Mo
19.00 UHR
Latente Beziehungen: Figur, Plastizität und ›Nachleben‹ bei Warburg und Auerbach

Niklaus Largier, Berkeley

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten.

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

 

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Kooperationsveranstaltung

8.6.2017BIS9.6.2017
FILM: ABENDLAND, NIKOLAUS GEYRHALTER

A 2011, 90. Min.

 
Veranstalter

Warburg-Haus und »Flexibles Flimmern. Das mobile Kino«

Donnerstag, 8. Juni 2017 – Einlass 19:00 Filmbeginn 20:00
Freitag, 9. Juni 2017 – Einlass 19:00 Filmbeginn 20:00

DIE VERANSTALTUNGEN SIND LEIDER BEREITS AUSGEBUCHT.

Kosten: 10,- Euro, bitte reservieren: reservierungen@flexiblesflimmern.de

Das Warburg-Hauses fragt 2017/18 in seinem Schwerpunktthema „Latenz in den Künsten“ nach dem Verborgenen, Versteckten, das wir nicht sehen und das doch da ist – und unbeobachtet seine Wirkung entfaltet. Dazu inszenieren wir den Film „Abendland“, der sich damit befasst, was uns in Europa eint, was uns spaltet und was wir meinen, schützen zu wollen.

Europäer leben wie Menschen in der Festung. „Abendland“ ist ein Film über Europa. Mit formal perfekten Momentaufnahmen ist dem Regisseur Nikolaus Geyrhalter ein ebenso beklemmendes wie berührendes Porträt gelungen.

Es beginnt und endet an einer Grenze. Dazwischen erzählt Nikolaus Geyrhalter in nur 20 Bildern eine Geschichte des Abendlandes. Sein Dokumentarfilm zeigt Europa in der Nacht. Wie es lebt, arbeitet, tanzt, hofft, bangt, stirbt, weiterarbeitet, weiterlebt.

„Wer im Paradies lebt, muss gut darauf aufpassen“, sagt Geyrhalter und zeigt unseren Kontinent als privilegierten Ort, der gesichert werden muss: Überwachungskameras an einer slawischen Grenze und in London, Grenzzäune in Melilla, der spanischen Exklave in Marokko, Einsatztrainings der Polizei in Deutschland. Wir verteidigen, was wir haben, mit allen Mitteln, über die wir verfügen.

Doch Geyrhalter sieht in Europa nicht nur den Ort, den es zu sichern gilt, sondern auch zu pflegen.

Europa in einem Film zu fassen, ist kein leichtes Vorhaben. Geyrhalter ist mit seinen nächtlichen Momentaufnahmen eine besonders schöne der möglichen filmischen Antworten gelungen.

Programm der Kooperationsveranstaltungen als PDF

Ort

Warburg-Haus

Kontakt

Flexibles Flimmern / Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Tagung

15.6.2017
Do
8.30 UHR
Thermal Objects

Theorizing Temperatures and the Social

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

When heat and cold appear in the humanities and social sciences, they are often treated as metaphors. Since the very beginnings of sociology at the turn of the twentieth century, key theoretical concepts such as community and society have been described in hyperthermal terms: authors like Ferdinand Tönnies and Helmuth Plessner, from different normative perspectives, described the formation of the modern, urbanized society as a cooling process that freezes the warm, authentic community. Thermal metaphors turn out to be useful—perhaps even constitutive—tools that make abstract notions imaginable and tangible. However, the question of temperature was mostly overlooked by sociological theory,
especially in its material relation to social phenomena.

The phenomenon of fire, for example, has been investigated from both scientific and culturalhistorical perspectives and has been understood as crucial for the formation of the social. On the one hand, fire as one of the elements has been conceived of as a timeless force beyond society. On the other hand, the control of fire is seen as a precondition for culture—not only for basic cultural techniques like cooking, but also for language development and group formation. In a representational line of thinking, sociology tends to reduce the sensory qualities of heat and cold to mere metaphors for culture and the symbolic. The example of fire shows that the metaphoric and literal dimensions of heat are closely intertwined. Highlighting temperature leads us to a range of questions about the sensory materiality of the social, including the senses, the mediality of heat and cold, the conception of thermal objects, and thermopolitics.

Sensory studies have addressed sensory dimensions that are not explicitly listed in the classical five senses, such as the sense of motion and the sense of temperature. But isthermoception only an additional field for sensory studies, or does it also inflect our understanding of the social? In contrast to the sense of sight, which separates the seeing body from the object world, the thermal sense annihilates the subject/object divide. Thermal information always indicates directional effects: the perception of coldness, for example, presupposes that an object or the environment makes a body colder. From this perspective, affect theory has described heat as affect, as the “catalytic” and potentially emancipatory energy of becoming and involvement.

In this rather enthusiastic account, the question of the relation between the metaphoricdimension—for instance, in terms like “flow” and “energy”—and the sensory dimension of heat and coolness re-emerges. How can we become conscious of our own use of (thermal) metaphors in our arguments and recognize their productivity? And how can we theoretically account for more-than-human thermal objects and elements, such as clouds, dust, or fire, without idealizing and anthropomorphizing them?

Flyer als PDF

Kontakt

Elena Beregow
Universität Hamburg
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Allende-Platz 1
20146 Hamburg

Fachbereich Sozialwissenschaften / Universität Hamburg

Kooperationsveranstaltung

18.6.2017
So
12.00 UHR
DIALOGFÜHRUNG IN DER AUSSTELLUNG: »WARTEN. ZWISCHEN MACHT UND MÖGLICHKEIT«

Brigitte Kölle, Kuratorin der Ausstellung, und Katharina Hoins

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Hamburger Kunsthalle zur Ausstellung »Warten. Zwischen Macht und Möglichkeit«

Ort

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5

Kontakt

Eva Landmann
Tel.: +49 40 42838 6148

Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Kooperationsveranstaltung

18.6.2017
So
14.30 UHR
THEMENNACHMITTAG MIT DREI VORTRÄGEN UND EINER PODIUMSDISKUSSION

Annette Keck (München), Martin J. Schäfer (Hamburg), Daniel Kazmaier (Saarbrücken)

 
Veranstalter

Warburg-Haus und Hamburger Kunsthalle zur Ausstellung »Warten. Zwischen Macht und Möglichkeit«. Kostenlos

ANNETTE KECK (MÜNCHEN)
›FADENSCHEINIGE MACHWERKE‹: ZUR KUNST DES WARTENS

MARTIN J. SCHÄFER (HAMBURG)
›SCHWELLE ZU GROSSEN TATEN‹: WARTEN AUF DIE EINGEBUNG

DANIEL KAZMAIER (SAARBRÜCKEN)
WARTEN IN SERIE(N). VON EPISODEN, FOLGEN UND STAFFELN

Programm der Kooperationsveranstaltungen als PDF

Ort

Warburg-Haus

Kontakt

Eva Landmann
Tel.: +49 40 42838 6148

Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Tagung

22.6.2017BIS24.6.2017
Latente Spannungen

Figuren des Äquilibriums

 
Veranstalter

Eckart Goebel und Cornelia Zumbusch
Universität Hamburg und Aby-Warburg-Stiftung

Konzepte des Ausgleichens und Aufwiegens, Balancierens und Kompensierens gehören ins Basisrepertoire kultureller Reflexion. Prästabilierte Harmonie, Krafterhaltung und balance naturelle, balance of powers oder Work-Life-Balance, Harmonie und Proportion – die Denkfigur des Ausgleichs durchquert und verbindet die unterschiedlichsten kulturellen Felder. Dabei sind Gleichgewicht und Balance kaum je gegeben, sondern bezeichnen meist Zielstellungen, denen man sich durch komplizierte Techniken des Abwägens, Abmessens, Vergleichens, Verhandelns und Austarierens zu nähern hat. Der Erfolg dieser Ausgleichsversuche bleibt indes ungewiss. Können Spannungen überhaupt aufgehoben werden, oder werden sie nur in die Latenz verschoben, um stets wieder virulent zu werden? Bleibt nicht vielen Ausgleichsleistungen – Ersatzbildungen wie Prothesen, Surrogaten, Supplementen oder Entschädigungen – der auszugleichende Mangel eingeschrieben? Und verlangt nicht jede Steuerung nach der nächsten, insofern Ausgleichsversuche Eingriffe in fragile Gefüge bilden, die ihrerseits fortlaufend
ausgeglichen werden müssen?

Die Tagung ist öffentlich, um Anmeldung wird gebeten.

Flyer als PDF

Kontakt

Eva Landmann
Tel.: +49 40 42838 6148

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Autorenlesung

25.6.2017
So
 
Dagmar Fohl: „Alma“

Literatur in den Häusern der Stadt

 
Veranstalter

KunstSalon e.V.

Der Hamburger Musikalienhändler und Cellist Aaron Stern muss 1939 Deutschland ohne seine Tochter verlassen. Eine verhängnisvolle Odyssee beginnt. Er findet in keinem Land sichere Aufnahme und gerät in die Fänge der Nationalsozialisten. Nach leidvollen Erfahrungen als Schiffsflüchtling und Lagermusiker kehrt er schließlich nach Hamburg zurück. Eine berührende und abenteuerliche Suche nach seiner Tochter beginnt …

Dagmar Fohl (* 1958) studierte Geschichte und Romanistik in Hamburg und war als Historikerin und Kulturmanagerin tätig. Heute arbeitet sie als freie Autorin und schreibt Romane über Menschen in Grenzsituationen. Psychologisch fundiert zeichnet sie die Seelenzustände ihrer Protagonisten mit ihren Lebens- und Gewissenskonflikten und beleuchtet gleichzeitig die gesellschaftlichen Verhältnisse und Probleme der jeweiligen Epoche.

KARTEN über www.kunstsalon.de oder die Tickethotline: 0221.936 79 705
22 / 15 € (zzgl. VVKG)

EINLASS 17:00 Uhr | BEGINN 17:30 Uhr

Ort

GASTGEBER
Dr. Bianca Hofmann
zu Gast im Warburg-Haus

Kontakt

KunstSalon e.V.
Brühler Straße 11-13, 50968 Köln
Tel 0221.37 33 91 | Fax 0221.934 87 82

KunstSalon e.V. / Literatur in den Häusern der Stadt

Lesung und Gespräch

27.6.2017
Di
19.00 UHR
Vorstellung der PEN-Anthologie „Zuflucht in Deutschland. Texte verfolgter Autoren“

Tage des Exils 2017

 
Veranstalter

PEN-Zentrum Deutschland und Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur (Universität Hamburg)

Im Rahmen der Tage des Exils 2017 (12.6.-2.7.) stellt die Herausgeberin Franziska Sperr im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Doerte Bischoff die Autoren Erik Arellana Bautista aus Kolumbien und Sergej Solovkin aus Russland mit ihren Texten vor.

Die Anthologie versammelt zwanzig Beiträge aktueller und ehemaliger Writers-in-Exile Stipendiaten. Die Autoren mussten aus China und Vietnam, aus Tschetschenien und dem Iran, aus Syrien und vielen anderen Ländern nach Deutschland fliehen.

Das Writers-in-Exile Programm ist ein Stipendienprogramm für verfolgte Schriftsteller, das von der Bundesregierung finanziert wird. Die geflüchteten Autorinnen und Autoren sollen hier die Ruhe und Konzentration finden, um wieder ihrem Beruf, dem Schreiben, nachgehen zu können. Für maximal drei Jahre stellt ihnen das deutsche PEN-Zentrum eine möblierte Wohnung in einer der größeren deutschen Städte zur Verfügung, dazu ein monatlich ausbezahltes Stipendium. Die Autoren werden, sobald sie sich von den erlittenen Strapazen in ihrer Heimat halbwegs erholt haben, ermutigt, ihre Arbeit als Schriftsteller fortzusetzen. Die Kollegen vom deutschen PEN bringen sie in Kontakt mit Redakteuren, Verlegern und den Kollegen in ihrer Umgebung. Darüber hinaus werden ihnen Auftritts- und Veröffentlichungsmöglichkeiten verschafft, etwa wie in der neuen Anthologie „Zuflucht in Deutschland. Texte verfolgter Autoren“, die nun vorgestellt wird. Es ist also kein Zufall, dass hinter den hier versammelten Texten Schicksale stehen, die ein bezeichnendes Licht auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Heimatländer dieser Autoren werfen. Doch auch die Probleme, die bewältigt werden müssen, wenn man als Schriftsteller in Deutschland eine neue Heimat finden muss, sind Thema in diesem Band.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Kontakt

PEN-Zentrum Deutschland e.V.
Kasinostraße 3
64293 Darmstadt

Telefon: +49 (0) 6151- 23120
Telefax: +49 (0) 6151-293414

PEN-Zentrum Deutschland e.V. / Tage des Exils

Lesung und Gespräch

28.6.2017
Mi
19.00 UHR
Doan Bui, „L’exil, c’est comme être dans un embouteillage“

Tage des Exils 2017

 
Veranstalter

Cluny e.V. Hamburg
Deutsch-Französische Gesellschaft
Société Franco-Allemande

Lesung und Gespräch (deutsch-französisch)

„Das Exil ist wie im Stau zu sein. Man ist losgegangen, aber nicht angekommen.“

Als ihr aus Vietnam stammender Vater krankheitsbedingt nicht mehr sprechen kann, stellt die 1976 geborene Doan Bui fest, dass sie nichts über seine Exilgeschichte weiß. Über ihre Spurensuche, die sie in ihrem 2016 erschienenen Buch Le silence de mon père geschildert hat, spricht sie mit der Romanistin Irène Drexel-Andrieu.

Anschließend lädt Cluny zum „Verre de l’amitié“ ein.
Eintritt frei, Spende erbeten.
Anmeldung bei der Cluny-Geschäftsstelle: info@cluny.de oder (montags und donnerstags 16 bis 18 Uhr) 040 / 89 70 92 33

BEGINN 19:00 Uhr

Kontakt

DEUTSCH-FRANZÖSISCHE GESELLSCHAFT CLUNY E.V. Hamburg
Waitzstraße 31, 22607 Hamburg
Tel. 040-89709233, Fax 040-89709234

Cluny e.V. Hamburg / Tage des Exils

Workshop

29.6.2017BIS30.6.2017
Medienphilosophie globalisierter Kompositkulturen

Workshop der AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft

 
Veranstalter

Michaela Ott, Birgit Mersmann und Thomas Weber

PROGRAMM

— Donnerstag, 29.6.2017 —

14h Begrüßung und Einführung

14.15h Ulrich Richtmeyer (Universität Potsdam): Interferenzen ikonischer und kultureller Kompositionalität in medienphilosophischer Perspektive

15.15h Julia Bee (Bauhaus-Universität Weimar): Übersetzen und Fabulieren: Film als Ethnographie

16.15h-16.30h Kaffeepause

16.30h Birgit Mersmann (Universität Basel): Lucidographisches Compositing. Rekombinante Bildmedienkulturen in Hito Steyerls Videoinstallation Factory of the Sun

17.30h Verena Kuni (Universität Frankfurt): MEME, MÊME. Im Netz globalisierter Kompositkulturen

18.30h Volkmar Mühleis (LUCA School of Arts Brüssel/Gent): Globalisierte Sesshaftigkeit

Gemeinsames Abendessen in Restaurant Bottegha Palermo

— Freitag, 30.6.2017 —

10h Michaela Ott (HfbK Hamburg): ‚Afropolitanismus‘ als Paradigma zeitgenössischer kompositkultureller Ästhetiken

11h Sophie Lembcke: Komposition und Komposit – vieldirektionale Aneignungsprozesse in der nicht-westlichen Kunst der Gegenwart

12h-12.15h Kaffeepause

12.15h Maurício Liesen (Universität Potsdam/Universität von São Paulo): Kannibale Medialität

13.15h-13:30h Schlussresümee von Thomas Weber

13:30h-14:00h Verabschiedung und Mittagssnacks

 

Tagungsprogramm als PDF

Kontakt

Michaela Ott
Hochschule für bildende Künste

Gesellschaft für Medienwissenschaft e.V. / Medienphilosophie

Vortrag

4.7.2017
Di
19.00 UHR
3 Frauen

Christopher Wood, New York

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten.

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

 

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Vortrag

22.8.2017
Di
19.00 UHR
Globalized Architecture – A Critical Perspective

Bernd Nicolai, Universität Bern

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Kunstgeschichtliches Seminar

Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Hauptseminars „Macht und Repräsentation“ (Schanghai und Hamburg), einer Kooperation des Kunstgeschichtlichen Seminars mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern, Partnerinstitut: College of Architecture and Urban Planning, Tongji Universität Schanghai, das vom 8.-22. Juli in Schanghai und vom 19.-26. August in Hamburg stattfindet.

Der Vortrag wurde durch das Team des eLearning-Büros der Fakultät für Geisteswissenschaften aufgezeichnet und steht auf der UHH-eigenen Plattform Lecture2Go bereit.

Kontakt

Margot Zimmermann
Kunstgeschichtliches Seminar
Edmund-Siemers-Allee 1-Westflügel
20149 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-3261
Fax: +49 40 42838-6279

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Workshop

20.9.2017BIS22.9.2017
DFG-Netzwerk „Lutherische Orthodoxie revisited“

Lebenswelt und (materielle) Kultur

 
Veranstalter

Sascha Salatowsky, Universität Erfurt, Forschungsbibliothek Gotha
Elena Tolstichin, Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar/ Warburg-Haus
Joar Haga, MF Norwegian School of Theology

Ausgehend von der Überzeugung, dass ein Kunstwerk keine bloße Übersetzung, sondern ein Werk eigener Art ist, geht es im zweiten Workshop des Wissenschaftlichen Netzwerks „Lutherische Orthodoxie revisited“ um die Frage nach dem Zusammenhang von Kunst und Konfession. Dieser Zusammenhang erscheint gegenwärtig umso fragwürdiger, als die Forschung in den letzten Jahren wiederholt herausgearbeitet hat, dass eine klare konfessionelle Zuordnung von Kunstwerken oft schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist.

Im Mittelpunkt des Workshops soll daher die gewichtige Frage stehen, ob es so etwas wie ,lutherische‘ Kunst, Musik und Architektur überhaupt gegeben hat und wenn ja, welche Spezifika sich hierbei im Blick auf die anderen Konfessionen feststellen lassen.

Die Tagung ist öffentlich, um Anmeldung wird gebeten.

Flyer als PDF

Ort

Warburg-Haus

Kontakt

Elena Tolstichin
Tel.: +49(0)40/42838 6149

Warburg-Haus / Wissenschaftliches Netzwerk „Lutherische Orthodoxie revisited“

Studienkurs

9.10.2017BIS12.10.2017
Forming Collectives

Strategien moderner und zeitgenössischer Kunst

nicht öffentlich
Veranstalter

Universität Hamburg und Aby-Warburg-Stiftung
Petra Lange-Berndt / Isabelle Lindermann

Seit dem 19. Jahrhundert experimentiert eine Vielzahl von Künstler*innen mit Formen kollektiver Arbeit, dem Wohnen in Kolonien und Kommunen oder aktivistischen Praktiken in Verbünden. In einer post-­kommunistischen Welt werden solche Projekte erneut aufgegriffen. In diesem Studienkurs möchten wir daher fragen: Inwiefern ist es heute relevant, mit einer kollektiven Stimme zu sprechen? Unter welchen Bedingungen ist es notwendig, sich in kollaborativen Strukturen zu organisieren, welche Dynamiken entstehen? Was heißt es, gemeinsam auf einer Plattform zu sprechen, sich als Gruppe, Kooperative, Kommune, Netzwerk, Sekte, Horde, Rudel oder Schwarm zu versammeln? Und mit welchen Strategien setzten sich Künstler*innen für Veränderungen ein oder schlagen alternative Lebenskonzepte vor?

Kollektive Aktionen sind eng mit einer Kritik am „neuen Geist des Kapitalismus“ (Boltanski / Chiapello) sowie den gegenwärtigen Krisen verbunden. Durch die Verbindung von Kunst und Aktivismus lassen sich in diesem Testfeld soziale Beziehungen – und ihre Konsequenzen in alltäglichen Kontexten – exemplarisch untersuchen (Bourriaud / Bishop). Teilweise stärken diese Prozesse jene 3 Institutionen, die diese Events kontrollieren und symbolisches Kapital in Form von Aufmerksamkeit akkumulieren. Gleichzeitig sind künstlerische Strategien auszumachen, die auf produktive Weise die Frage stellen, ob und wie den digitalen Netzwerken der postfordistischen Gesellschaft oder dem neoliberalen Konzept der Ikea Familie entkommen und wie diese Strukturen umgenutzt werden können. Daher wollen wir uns ebenfalls versammeln und die historischen wie gegenwärtigen Bedeutungen diskutieren, die sich mit kollektiven und kollaborativen künstlerischen Strategien verknüpfen. Ist ein Nachleben der utopischen Konzepte der frühen Avantgarden zu verzeichnen? Wie wurden sie dem aktuellen Kapitalismus angepasst, beziehungsweise wie hat er sich diese Konzepte einverleibt? Welche vielhändigen Praktiken sind auszumachen, wie genau können die Arbeitsprozesse beschrieben werden? Welche Rollen, welche Positionen, nehmen die Körper jener ein, die sich in kollektiven Verbünden versammeln und über welches kritische Potential verfügen sie (Butler)? Wie ist der psychologische Aspekt des Mit-­Seins und damit der Prozess des Entstehens einer Gemeinschaft zu beschreiben (Nancy)? Ist es möglich, Kollektive zu bilden, die als Pluralität funktionieren aber in denen das „Wir“ nicht als Totalität agiert? Sind Kollektive überhaupt für eine Machtkritik im erweiterten Feld der Künste geeignet? Und was bedeutet dies für die Praktiken der Kunst und der Kunstgeschichte?

Kontakt

Prof. Dr. Petra Lange-Berndt
Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg

Kunstgeschichtliches Seminar

Vortrag

12.10.2017
Do
18.15 UHR
Rehearsing the Collective – Postnormative Art Criticism Revisited

Sabeth Buchmann, Berlin/Wien, im Rahmen des Studienkurses 2017 "Forming Collectives"

 
Veranstalter

Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg

Im Rahmen des Studienkurses „Forming Collectives: Strategies in Modern and Contemtporary Art“ lädt das Kunstgeschichtliche Seminar ein zum Vortrag von Sabeth Buchmann, Kunsthistorikerin und Kunstkritikerin (Berlin/Wien).

 

 

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Prof. Dr. Petra Lange-Berndt
Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Akademische Feier

16.10.2017
Mo
18.15 UHR
Festvortrag von Carlo Ginzburg zu Martin Warnkes 80. Geburtstag

Unintended Convergences. Ernesto de Martino and Aby Warburg

 
Veranstalter

Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg

ACHTUNG, GEÄNDERTER ORT: Hauptgebäude der Universität

Das Kunstgeschichtliche Seminar bittet um Anmeldung bis zum 6. Oktober 2017.

Ort

Hauptgebäude der Universität Hamburg
Hörsaal B (Agathe-Lasch-Hörsaal)
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg

Kontakt

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Vortrag

24.10.2017
Di
19.00 UHR
›Dream on, dream on, of bloody deeds and death‹: Alptraum und Geschichte in Shakespeares ›Richard III‹

Martin von Koppenfels, München

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten.

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Vortrag

8.11.2017
Mi
19.00 UHR
Umgang mit einem schwierigen kulturellen Erbe – Neugestaltung der Villa Wahnfried

Dr. Sven Friedrich, Bayreuth

 
Veranstalter

Goethe-Gesellschaft Hamburg e.V.

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, hat Friedrich Nietzsche gesagt, und Sven Friedrich hat sein Hobby, seine Interessen, Neigungen und Leidenschaften zu seinem Beruf gemacht. Seine Arbeit in Bayreuth empfindet er als Bereicherung, als Glück.

… „Vor allem aber gestattet sie mir, abseits vom akademischen Universitäts-Betrieb, das fortgesetzte Befassen mit dem Erbe Richard Wagners an dessen prominentestem Ort und die Vermittlung dessen, was mich zutiefst berührt und geprägt hat, in den verschiedensten Formen, damit auch anderen Menschen zu Teil werde, dass das Leben ohne Musik ein Irrtum ist, mit ihr aber Sinn und Glück erfahren kann wie sonst nur durch weniges“ …

Am 8. November 2017 können wir von Dr. Sven Friedrich erfahren, wie sich der Umgang mit dem schwierigen kulturellen Erbe Richard Wagners in Bayreuth gestaltet.

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Goethe-Gesellschaft Hamburg e.V.

Tagung

10.11.2017BIS11.11.2017
20. Klassik-Seminar

Genie und Wahnsinn

 
Veranstalter

Goethe-Gesellschaft Hamburg e.V.

Freitag, 10. November 2017, 19.00 Uhr // Sonnabend, 11. November 2017, 10.00 bis 15.30 Uhr

Zum 20. Mal – in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung – veranstaltet die Hamburger Goethe-Gesellschaft ein Klassik-Seminar. Nachdem wir im Klassik-Seminar 2016 „Literatur und Verbrechen“ thematisiert haben, wenden wir uns in diesem Jahr dem Thema „Genie und Wahnsinn“ zu und wollen in vier Vorträgen dem Zusammenhang zwischen außerordentlichen, ja, genialen Begabungen und Leistungen und dämonischen, irrationalen Kräften im Menschen nachgehen: Cardillac, „einer der berühmtesten Meister seiner Zeit“, kann sich nicht von seinen Goldschmiedearbeiten trennen und mordet, um diese zurück zu bekommen; in Hauke Haiens „jungem Herzen“ wuchs „neben der Ehrenhaftigkeit und Liebe auch die Ehrsucht und der Haß“, und für Adrian Leverkühn ist die Krankheit Inspiration und Ausdruck seines künstlerischen Leidens zugleich. Thomas R. Müller, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums in Leipzig, beleuchtet das Verhältnis von Genie und Wahnsinn, indem er einen Überblick über einflussreiche Theorien zu diesem Thema gibt.

Nullum magnum ingenium sine mixtura dementiae fuit – Kein großer Geist war je ohne eine Beimischung von Wahnsinn. (Seneca, nach Aristoteles)

Dr. Thomas Müller, Leipzig: Wahn und Sinn in der Literatur und Psychiatrie

Prof. Thomas Wortmann, Mannheim: Mutters Sturz, Sohnes Frust. E.T.A.Hoffmanns „Fräulein von Scudéri“

Dr. Malte Stein, Hamburg: A beautiful mind in Friesland. Storms Schimmelreiter zwischen Genie und Wahnsinn

Dr. Julia Schöll, Bamberg: „Von Dämonen umschlungen“. Größe und Wahnsinn des Künstlers und der Nation in Thomas Manns Roman Doktor Faustus

Kontakt

Goethe-Gesellschaft Hamburg e.V.

Tagung

16.11.2017BIS17.11.2017
Metabolismen. Nahrungsmittel in der Kunst
 
Veranstalter

Ina Jessen und Isabella Augart
Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar

Im Kreislauf von Produktion, Zubereitung, Verzehr und Ausscheidung überlagern sich bei Nahrungsmitteln stetig biologische Lebensnotwendigkeit, kulturelle Technik wie auch globale politische Mechanismen und Auswirkungen. Das Nahrungsmittel als „Lebensmittel“ bildet eine direkte Verbindungsstelle zwischen dem Menschen, seinem Lebensraum und den daraus hervorgehenden zivilisatorischen Praktiken. So findet der ursprünglich naturwissenschaftlich begründete Begriff des „Metabolismus“ als „Stoffwechsel“ Anklänge in kulturellen, historischen, gesellschaftlichen und umweltpolitischen Zusammenhängen.

Der Workshop rückt die Materialität von Kunstwerken in den Blick. Darin sollen wissenschaftliche, kuratorische und restauratorische Aspekte und Perspektiven miteinander verbunden werden. Vor dem Hintergrund kunsthistorischer und kultureller Zusammenhänge werden Nahrungsmittel als Werkstoff und Motiv sowie die jeweiligen „Stoffwechsel“ von realen Verfallsprozessen bis hin zu kulturell variablen Wertbeimessungen untersucht. Ursprung und Vergänglichkeit, Aggregat- und Reifezustände von Nahrung als organischem Material sowie die damit einhergehenden ästhetischen und sinnlichen Reize sind zentrale Themen in der Auseinandersetzung mit der Materialität von Nahrungsmitteln als Werkstoff und Darstellungsmotiv. und der künstlerischen, kunsthistorischen, kuratorischen und restauratorischen Praxis.

Nahrungsmittel als künstlerische und kulturelle Medien reichen in ihren Darstellungs- und Verwendungsweisen von antiken Kontexten bis in die Gegenwartskunst. Freigelegt werden im Workshop mediale Konstruktionen von Nahrungsmitteln in den Bildkünsten, in Architektur, Skulptur, Kunstgewerbe und Tischgeschirr. Die Materialität von Werkstoffen und deren institutionelle Konsequenzen wie kuratorische und restauratorische Herausforderungen zählen ebenso zum thematischen Gegenstand wie etwa Ikonographien von Nahrung in der Kunstgeschichte, Fragestellungen nach geistiger Nahrung, Architekturen von Lebensmitteln wie Marktplätze oder der Material Culture-Kontext der Ernährung.

Der Workshop findet als Veranstaltung des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg und mit freundlicher Unterstützung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung statt.

Programm Tagung Metabolismen

Kontakt

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Vortrag

16.11.2017
Do
18.15 UHR
Entschuldigung, Sie haben da ein totes Tier im Essen …

Barbara Uppenkamp, Hamburg

 
Veranstalter

Ina Jessen, Isabella Augart
Kunstgeschichtliches Seminar
Universität Hamburg

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Tagung Metabolismen. Nahrungsmittel in der Kunst, die am 16. und 17. November im Warburg-Haus stattfindet und sich mit Fragen der Materialität von Kunstwerken im Fokus auf Nahrungsmittel als künstlerische und kulturelle Medien in Darstellungs- und Verwendungsweisen von antiken Kontexten bis in die Gegenwartskunst auseinandersetzt.

Programm Tagung Metabolismen

Kontakt

Kunstgeschichtliches Seminar / Universität Hamburg

Autorenlesung

20.11.2017
Mo
19.30 UHR
LONDON CALLING – Als Deutsche auf der Brexit-Insel

Annette Dittert

 
Veranstalter

stories! und HOFFMANN UND CAMPE Verlag

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als Annette Dittert 2008 als Korrespondentin der ARD in London ihre Zelte aufschlägt. Nach vielen Jahren beruflichen Nomadentums weiß sie sofort: Hier will ich bleiben. Während ihrer vielen Jahre in der britischen Hauptstadt hat sie im Fernsehen nicht nur über Politik, Kultur und Königshaus berichtet, sondern auch immer wieder über die Eigenarten der Engländer im Allgemeinen und der Londoner im Speziellen. In ihrem Buch erzählt sie sehr persönlich über das Leben in dieser wunderbaren Stadt: über die Leidenschaft zu ihrem Hausboot namens Emilia, über das Prinzip des englischen Sich-Durchwurschtelns, über Straßenkünstler, gentrifizierte Stadtteile, den Bären Paddington – und natürlich den Brexit, der das Lebensgefühl in der Metropole auch für sie ganz persönlich verändert hat.

 

Eintritt: 5,00 Euro, mit der storiesCard ist der Eintritt frei

Kontakt

stories! und HOFFMANN UND CAMPE VERLAG

Vortrag

21.11.2017
Di
19.00 UHR
Anselm Haverkamp: Saussure, der Text, die Bilder

Anselm Haverkamp, Frankfurt/Oder

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten; anlässlich des 88. Todestages von Aby Warburg.

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Universität Hamburg

Vortrag

4.12.2017
Mo
18.15 UHR
Sophia Roosth (Harvard University): Decomposing Time

im Rahmen der Veranstaltungsreihe De Natura

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar

What is a ruin? In this talk, I will treat sociopolitical ruins and geobiological ruins as allegories for one another, asking how some life-forms may correspond to postcolonial temporalities and ongoing crises. I claim that postcolonial temporalities may be productively interrogated by thinking alongside geologists about how time is itself a discontinuous accretion in which growth and decay repetitively laminate and petrify. At stake in this comparison is how historical and biological pasts inhere in the present, and how “decay,” broadly construed, may be understood as a complex relay between conditions of life and death, petrification and efflorescence.

Frau Roosth wird zudem am folgenden Tag Gast im öffentlichen Seminar der Forschungsstelle Naturbilder sein (Di, 5.12., 10.15-12.45, ESA-W, R. 109).

Kontakt

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar
Edmund-Siemers-Allee 1, Zi. 108
20146 Hamburg
Fon: +49 40 42838-8130
Fax: +49 40 42838-8145

Forschungsstelle Naturbilder / Kunstgeschichtliches Seminar

Kooperationsveranstaltung

7.12.2017
Do
16.00 UHR
Latenzen im Museum – Bilder im Depot und Bilder als Depot

Seminar der Hamburger Kunsthalle und des Warburg‐Hauses im Depot Alte Meister und in den Reformationskabinetten

 
Veranstalter

Warburg-Haus Hamburg
Hamburger Kunsthalle

Mit Dr. Sandra Pisot, Leitung Sammlung Alte Meister, Hamburger Kunsthalle
Benjamin Fellmann, Warburg‐Haus
Elena Tolstichin, Warburg‐Haus / Forschungsprojekt Bilderfahrzeuge

Dauer ca. 1:30 h

Kosten: Museumseintritt

Was Aby Warburg „Mnemosyne“, „kulturelles Gedächtnis“ oder „Nachleben“ nannte, ist heute
aktueller denn je – beschreibt es doch die Macht vergessener Bilder oder Texte, im Verborgenen zu
wirken und sich sprunghaft wieder zu manifestieren. Das Warburg‐Haus Hamburg fragt in seinem
Jahresschwerpunkt „Latenz in den Künsten“ danach, wie Dinge in Vergessenheit geraten, wie sie
unterschwellig weiterwirken und nach welchen Gesetzen sie wieder auftauchen. Davon inspiriert
laden wir dazu ein, Phänomene des Verbergens und Verzögerns, der Invisibilisierung und verdeckten
Wirksamkeit in kulturellen und künstlerischen Prozessen zu diskutieren.

Im Depot Alte Meister der Hamburger Kunsthalle wollen wir dem Museum als Bildspeicher unseres
kulturellen Gedächtnisses nachspüren: Wie bleiben Bilder hier im Verborgenen, wie gestaltet sich der
Umgang mit Bildern im Depot in der Museumspraxis und was sagen Bestände im Depot aus über
aktuelle und frühere Ausstellungsweisen?

Danach besuchen wir die beiden Kabinette in der Sammlung, die zum 500‐jährigen
Reformationsjubiläum 2017 noch bis zum 7. Januar 2018 die Präsentation „Lucas Cranach d. Ä.,
Maler der Reformation“ zeigen. Dort setzen wir uns weiter mit Denkfiguren Warburgs und der
Wirkung insbesondere von Druckgraphik als „Bilderfahrzeugen“ über Zeiten und Räume hinweg
auseinander.

Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten bis Montag, 4. Dezember 2017

Maximale Teilnehmerzahl: 15

Ort

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg

Treffpunkt: Kassenbereich

Kontakt

benjamin.fellmann@uni-hamburg.de
elena.tolstichin@uni-hamburg.de

Hamburger Kunsthalle / Latenz in den Künsten / Warburg-Haus

Kooperationsveranstaltung

18.12.2017
Mo
20.00 UHR
Buchvorstellung: Stimmungs-Atlas »B wie Blickfänger«, ein Buch über das Bild »Betty« von Gerhard Richter

Die beiden Autoren Insa Härtel und Karl-Josef Pazzini im Gespräch mit Nora Sdun (Textem Verlag) und Benjamin Fellmann (Warburg-Haus)

 
Veranstalter

Textem Verlag und Warburg-Haus

Einlass 19.30 Uhr, Gespräch 20 Uhr bis 21 Uhr, Umtrunk
Eine Veranstaltung im Rahmen des Jahresthemas des Warburg-Hauses 2017 »Latenz in den Künsten«

1977 malt Gerhard Richter seine Tochter nach einem Foto. Auf dem dunkel gerahmten Bild ist ein Mädchenkopf auf eine Fläche, eine Art Brett gelegt; der Lichteinfall aus rückwärtiger Höhe lässt den Kopf einen Schatten daraufwerfen. Im Vordergrund und im rechten Hintergrund kann man den Verlauf der Brett- oder Tischkante sehen, welche beide Male im spitzen Winkel zum Bildrand verläuft. So erscheint der Kopf in einer zweifachen Rahmung und ›rutscht‹ auf die Betrachtenden zu.

Insa Härtel und Karl-Josef Pazzini nehmen das Bild Betty so, als sei es ein wissenschaftliches Forschungsergebnis in Form von Kunst. Ein Stimmungs-Atlas zu: scharf Stellen, Situierung, Abstraktion, Figuration, Abwehrbewegungen, Gewalt, Verständigung, Übersetzungen, Terror, Subjektivierungen, Opfer, Gefangennahmen, Analogien, Unterbrechung, dem Rot der Lippen, Kind-Frau-Status, unschuldiger Kindheit, Jungen-Mädchen, Resonanzen, Verwirbelung und aufgestörten Phantasmen.

Prof. Dr. Insa Härtel ist Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt psychoanalytische Kunst- und Kulturtheorie; Geschlechter- und Sexualitätsforschung.

Karl-Josef Pazzini ist Psychoanalytiker, Supervisor und als Berater tätig. Von 1993 bis 2014 war er Professor für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Didaktik der Ästhetischen Erziehung (Schwerpunkt: Didaktik der Bildenden Kunst) an der Universität Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Unterrichten, Lehre, Schuld, Pornografie, Übertragung.

B: Blickfänger, Insa Härtel, Karl-Josef Pazzini
Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden
Textem Verlag, Hamburg 2017
ISBN: 978-3-86485-129-2
247 Seiten, 16 Euro

Kontakt

Textem Verlag
Schäferstraße 26
D-20357 Hamburg
Telefon +49 (0)40 31973763

Latenz in den Künsten / Textem Verlag / Warburg-Haus

Vortrag

19.12.2017
Di
19.00 UHR
Hermiones Rückkehr – Das Nachleben einer Pathosformel

Elisabeth Bronfen, Zürich – Wissenschaftspreisträgerin der Aby-Warburg-Stiftung und Fünfte Trägerin der Martin Warnke-Medaille

 
Veranstalter

Aby-Warburg-Stiftung und Universität Hamburg

Verleihung der Martin Warnke-Medaille.

Im Rahmen der Vortragsreihe zum Schwerpunktthema Latenz in den Künsten.

Einladung als PDF

Kontakt

Eva Landmann
Warburg-Haus
Tel.: +49 40 42838 6148

Aby-Warburg-Stiftung / Latenz in den Künsten / Martin Warnke-Medaille

Vortrag

9.1.2018
Di
18.15 UHR
Günther Vogt (ETH Zürich): Natur der Stadt

im Rahmen der Veranstaltungsreihe De Natura

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar

Forschungsstelle Naturbilder / Kunstgeschichtliches Seminar

Tagung

25.1.2018BIS26.1.2018
Ökologien des Ausdrucks / Ecologies of Expression

Jahrestagung 2018 der Forschungsstelle Naturbilder

 
Veranstalter

Universität Hamburg
Forschungsstelle Naturbilder
Kunstgeschichtliches Seminar

Kontakt

Sue Ryall
Geschäftsstelle Naturbilder/Images of Nature
Telefon +49 40 42838-8130
www.uni-hamburg.de/naturbilder

Forschungsstelle Naturbilder / Kunstgeschichtliches Seminar

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