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Politik hat sich immer symbolischer und ästhetischer
Mittel bedient, um Positionen und Machtverhältnisse, Ansprüche
und Erfolge anschaulich zu vermitteln. Auch in der zeitgenössischen
Kunst und in den aktuellen Debatten um den Einfluß der (Bild-)Medien
auf die Politik wird das Spannungsfeld von Kunst und Politik bzw. Medien
und Politik gerade wieder neu ausgelotet.
Das virtuelle Seminar wird in dieses komplexe Themengebiet
einführen und Methoden bzw. Fragestellungen erläutern, die eine
Annäherung an das Verhältnis zwischen den visuellen Medien und
der Politik bieten.
E-learning in der Kunstgeschichte
In zunehmendem Maße werden die neuen Technologien
in der universitären Lehre eingesetzt. Mit diesem Kurs zur Politischen
Ikonographie möchten wir ein kunsthistorisches e-learning-Angebot
vorstellen, das als virtuelles Seminar, in Begleitung zur Präsenzlehre
und für das Selbststudium verwendet werden kann. Es werden exemplarisch
vier Themen aus dem umfangreichen Forschungsgebiet der Politischen Ikonographie
vorgestellt und mit gut strukturierten Texten, Bildern in verschiedenen
Größen sowie zusätzlichen Glossaren, Quellentexten und
Links anschaulich vermittelt. Der Kurs fördert den selbständigen
Wissenserwerb und macht mit problemorientierten wissenschaftlichen Fragestellungen
vertraut. Bei der Erprobung in virtuellen Seminaren hat sich gezeigt,
daß die Studierenden sowohl von dem orts- und zeitunabhängigen
Arbeiten als auch von der Verfügbarkeit der Arbeitsmaterialien und
der gemeinschaftlich erarbeiteten Inhalte profitieren. Auch aufgrund der
Notwendigkeit zur Verschriftlichung war die Qualität der studentischen
Beiträge im allgemeinen hoch. Neue Formen der Zusammenarbeit und
der fachlichen Kommunikation wurden entwickelt. So ist dieser e-learning-Kurs
ein gutes Beispiel dafür, daß durch den Einsatz neuer Medien
in der Bildung eine qualitative Steigerung der Lehr- und Lernformen erreicht
werden kann.
"Schule
des Sehens"
Dieser Kurs ist Teil des Gemeinschaftsprojektes "Schule
des Sehens", in dem wir das Ziel verfolgen, ein breites Spektrum kunstgeschichtlicher
online-Kurse und Studieneinheiten zu entwickeln. So wird man sich zukünftig
zeit- und ortsunabhängig mit Kunst beschäftigen und Kunstgeschichte
studieren können.
Aufbau des Kurses
Der Kurs wird exemplarisch mit vier Themen die Zusammenhänge
von Kunst und Politik vorstellen und in die wissenschaftlichen Arbeitstechniken
einführen. Jede Lektion beginnt mit einem Text, der einen Überblick
über das jeweilige Thema gibt und Fragestellungen entwickelt, die
für Kunst bzw. Bilder im politischen Kontext von Bedeutung sind.
Daran schließen sich Aufgaben an, die zunächst selbständig
und dann auch in Gruppen bearbeitet werden. Parallel dazu werden im Forum,
zu dem nur die Teilnehmer Zugang haben, grundlegende Themen und Fragen
zur jeweiligen Lektion gemeinsam diskutiert.
Technische Voraussetzungen
Für diesen Kurs können Sie Ihre Standardprogramme wie MS Office,
Internet Explorer (oder Netscape Navigator) und Ihr e-mail-Programm verwenden.
Grundsätzlich empfehlen wir:
- Windows 98 oder höher
- Internet Explorer ab 5.5 (besser 6.0)
Anmeldung
Im WS 2002/03 werden erstmals mehrere Lektionen des
Kurses in einem online-Seminar getestet. Das Seminar beginnt mit einem
Präsenztermin am 28.10.2002, 15-18 Uhr im Warburg-Haus, Heilwigstr.
116, 20249 Hamburg, für die Berliner Teilnehmer am 29.10., 14-16
Uhr im Kunsthistorischen Institut der FU, Raum A 154.
Anmeldung bei der Seminarleitung.
Teilnahmebedingungen
Die Teilnahme am online-Seminar bedeutet, daß etwa 4-5 Stunden in
der Woche Aufgaben gelöst, Fragen gestellt und beantwortet, Austausch
mit den Kommilitonen über das Internet geleistet werden. Ein Schein
kann durch eine schriftliche Arbeit zu einem aus dem Kurs sich ergebenden
Thema erworben werden.
Kursstart über das Programm
Sollten Sie weitere Fragen zu Inhalt oder Technik des Kurses
haben, wenden Sie sich bitte an Dr.
Elke Anna Werner.
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