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3. Ereignisdenkmäler
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| Neben
bedeutenden Persönlichkeiten als Bezugspunkt für die nationale
Identität haben auch Ereignisse eine wichtige, Gemeinschaft stiftende
Funktion. Kriegsereignisse nahmen hier immer schon eine zentrale Position
ein; im 19. Jahrhundert waren es die Befreiungskriege, die auch die Initiative
für die Walhalla als erstem deutschen Nationaldenkmal ausgelöst
hatten. Fokussierte die Walhalla auf die Bedeutung der Deutschen als Kulturnation,
so entstanden andernorts Denkmäler, die unmittelbar auf den militärischen
Sieg über Napoleon Bezug nahmen.
Im Mittelalter hatte man auf den Schlachtfeldern selbst Gedächtniskirchen errichtet, die entweder der Gottesmutter Maria oder dem Heiligen geweiht waren, an dessen Jahrestag der Kampf stattgefunden hatte. So ließ Wilhelm der Eroberer auf dem Schlachtfeld von Hastings eine Battle Abbey erbauen. Dort, wo Herzog Leopold III. 1368 in der Schlacht von Sempach fiel, steht eine Kapelle mit Wandgemälden, die Szenen der Schlacht zeigen. Und noch 1907 ließ man auf dem Schlachtfeld von Lützen, wo der schwedische König Gustav Adolf 1632 fiel, anstelle des historischen Gedenksteines eine Gedächtniskapelle errichten. Ein Beispiel dafür, daß die Siegeskirchen aber auch an anderer Stelle stehen konnten, ist der Merseburger Dom, der auf eine Stiftung Ottos d. Gr. anläßlich seines Sieges über die Ungarn auf dem Lechfeld 955 zurückgeht. |
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