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Bildbeschreibung

 

 

 
Tizian, Karl V. in der Schlacht bei Mühlberg, 1548Madrid, Prado   Das heute in Madrid im Prado aufbewahrte 3,35 x 2,83 m große Gemälde zeigt Karl V. in prächtiger Rüstung zu Pferd mit einer Lanze in der rechten Hand. Von links aus einem Wald kommend, galoppiert der Kaiser über eine Lichtung, von der aus der Blick auf eine Hügellandschaft mit Flußlauf fällt. Die tiefstehende Sonne taucht die Landschaft in rötlich-gelbes Licht und verleiht dem düster bewegten Himmel eine dramatische Stimmung. Der effektvolle Wechsel von Hell und Dunkel bestimmt auch die Darstellung der Person. Das bärtige, fast im Profil erscheinende Gesicht des Kaisers ist durch den Schirm seines Helmes an der Stirn verschattet. In scharfem Kontrast dazu fällt helles Schlaglicht auf die rechte Gesichtshälfte und lenkt den Blick auf das rechte Auge, auf die große, gekrümmte Nase und die charakteristische Mundpartie mit dem vorgeschobenen Unterkiefer. Der angespannte Gesichtsausdruck ist durch die Zeichen fortgeschrittenen Alters verstärkt. Der Kaiser war zum Zeitpunkt der Schlacht 47 Jahre alt und Tizian gab ihm die Gesichtszüge, die bei einem Mann in diesem Alter zu erwarten sind.    
  Trotz der Bewegung des Pferdes und trotz des lebhaften Wechsels von Licht und Schatten ist der Reitergruppe eine Statuarik eigen, die das dynamische Moment der Komposition denkmalhaft auf Dauer stellt. Diese Wirkung resultiert sowohl aus der Position von Pferd und Reiter genau in der Bildmitte - ohne Überschneidung an den Rändern - wie auch aus der Lichtführung. Die Reitergruppe wird frontal von einer außerhalb des Bildes befindlichen künstlichen Lichtquelle beleuchtet, während der landschaftliche Hintergrund sein Licht von der untergehenden Sonne erhält.    
           
   

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