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Das
heute in Madrid im Prado aufbewahrte 3,35 x 2,83 m große Gemälde
zeigt Karl V. in prächtiger Rüstung zu Pferd mit einer Lanze in
der rechten Hand. Von links aus einem Wald kommend, galoppiert der Kaiser
über eine Lichtung, von der aus der Blick auf eine Hügellandschaft
mit Flußlauf fällt. Die tiefstehende Sonne taucht die
Landschaft in rötlich-gelbes Licht und verleiht dem düster
bewegten Himmel eine dramatische Stimmung. Der effektvolle Wechsel von Hell
und Dunkel bestimmt auch die Darstellung der Person. Das bärtige, fast
im Profil erscheinende
Gesicht
des Kaisers ist durch den Schirm seines Helmes an der Stirn verschattet.
In scharfem Kontrast dazu fällt helles Schlaglicht auf die rechte Gesichtshälfte
und lenkt den Blick auf das rechte Auge, auf die große, gekrümmte
Nase und die charakteristische Mundpartie mit dem vorgeschobenen Unterkiefer.
Der angespannte Gesichtsausdruck ist durch die Zeichen fortgeschrittenen
Alters verstärkt. Der Kaiser war zum Zeitpunkt der Schlacht 47 Jahre
alt und Tizian gab ihm die Gesichtszüge, die bei einem Mann in diesem
Alter zu erwarten sind. |
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